Theater heute Mai 2026
Foyer
Mehr Kunst! free
Die neue Statistik des Deutschen Bühnenvereins gibt Einblick in aktuelle Herzmuskelschwächen der öffentlichen Theater
Aufführungen
Überwachung und Strafe
In München stehen mit Bulgakows «Meister und Margarita» (Münchner Kammerspiele), Federica Garcia Lorcas «Bernarda Albas Haus» und Peter Weiss’ «Marat/Sade» (Residenztheater) drei männliche Weltentwürfe auf den Bühnen der Stadt, die Regie ist aber fest in weiblicher Hand
Kleine Gaukelei
Thomas Ostermeier inszeniert Molières «Der Geizige» mit Lars Eidinger als Harpagon im Autohaus
Weniger Romantik!
Am Deutschen Theater Berlin verzuckert Jan Bosse Anna Gmeyners «Automatenbüfett», Noam Brusilovsky inszeniert Moritz Kienemann als schwindelerregenden Fake Jew, und im Gorki Studio performt Nairi Hadodo das feministische Potenzial von «Jane Eyre»
Kunstwelten und Bruchlinien
Im Deutschen Schauspielhaus Hamburg seziert Thom Luz Inger Christensens «alphabet», im Malersaal inszeniert Tristan Linder Oscar Wildes «Das Bildnis des Dorian Gray», und im Thalia Theater untersucht Lilja Rupprecht Heinrich von Kleists «Der zerbrochne Krug»
Geborgte Leben
Patricia Highsmiths «Der talentierte Mr. Ripley» mit Simon Werdelis und die Uraufführung von «Taras Augen» nach Katharina Bendixen am Staatsschauspiel Dresden
Wenn die Ordnung schläft
«Ein Sommernachtstraum» in der Mitte des Lebens – Pınar Karabulut inszeniert am Schauspielhaus Zürich
An den Gelenken der Geschichte
Armin Petras, designierter Intendant des Theaters Bremen, inszeniert seine Fassung von Lew Tolstois Roman «Krieg und Frieden»
Neue Stücke
Blühende Zukünfte
Tyrannenfeinde gestern, heute und morgen: In Meiningen belebt Martin Heckmanns die Biografie von Wolf Biermann, in Hannover wird «Hamlet» robotertauglich und in München George Orwells «1984» von Nora Abdel-Maksoud weitererzählt zu «Wokey Wokey»
Best of
Der toxische Mensch
Das Theatertreffen 2026 ist geprägt von einer pessimistischen Weltsicht. Zumindest fast. Ein Rundgang
Was fehlt?
Drei Kritiker:innen schreiben, was ihnen am Theatertreffen 2026 fehlt
Diskursgemüse zum Schnitzel free
Der Kulturjournalist Matthias Dell verantwortet beim Theatertreffen das Diskursprogramm zur Zehner Auswahl – ein Gespräch
Ein Kuscheltier gegen die Welt
Die Mülheimer Stücke 2026 handeln vom Gestern im Heute, von Ausgrenzung, Anpassung und den Fragen, in welcher Richtung der Fortschritt zu suchen ist
Akteure
«Ophelia? Eine Kackrolle!»
Paulina Alpen hat am Staatstheater Mainz herausgefunden, dass sie lieber freischaffend arbeitet – am liebsten mit jungen Regisseurinnen wie Lucia Bihler. Mit deren Stuttgarter Inszenierung «Die Welt im Rücken» ist sie jetzt beim Theatertreffen zu sehen: ein Porträt
Weniger ist mehr
Guido Lambrecht bringt viel gelebtes Leben – zwischen dem Leipziger «wehrtheater hartmann» und dem Hans Otto Theater Potsdam – mit in sein Houellebecq-Solo «Serotonin», inszeniert vom langjährigen Weggefährten Sebastian Hartmann
Start
Luxus der Provinz
John von Düffel, langjähriger Dramaturg in Berlin und Leiter des Studiengangs Szenisches Schreiben an der UdK Berlin, hat das ETA Hoffmann Theater in Bamberg übernommen
Das Stück
Der gute Kim
Konstantin Küsperts «Toxische Männer» löst am Theater Münster die Weltprobleme in der Uraufführung von Cilli Drexel. Der vollständige Stückabdruck ab Seite 77
Chronik
Wir sind alle Lucretia
William Shakespeare «Die Schändung der Lucretia: Ein Casting» am Theater Basel
Waffen und Aschen
Aischylos «Orestie», nach Gaea Schoeters «Trophäe» am Konzerttheater Bern
Der ferne Schrecken
nach Shirley Jackson «The Lottery» am Schauspiel Essen
In Zukunft mehr Expert:innen
Helgard Haug (Rimini Protokoll) nach H.G. Wells «Die Zeitmaschine» am Staatstheater Cottbus
Bluthetze
Tennessee Williams «Süßer Vogel Jugend» am Schauspiel Schauspiel Frankfurt
Fluss des Elends
Georg Büchner / Tom Waits / Kathleen Brennan / Robert Wilson «Woyzeck» am neuen theater Halle
Hip-Hop aus der Lichtstadt
nach Mathieu Kassovitz «Hass/Μίσος/Ura» am Theaterhaus Jena
Versöhnung? Nein danke
nach Aischylos «Die Orestie», nach Susan Sontag «Das Leiden anderer betrachten» am Schauspiel Köln
Harte Nuss
nach Camus «Der Fremde» am Landestheater Salzburg
Fragmente der Zärtlichkeit
nach Édouard Louis «Die Freiheit einer Frau: Monique bricht aus» am Nationaltheater Mannheim
Tote leben länger
Ödön von Horváth «Glaube Liebe Hoffnung», Thornton Wilder «Wir sind noch einmal davongekommen» in Wien, Akademietheater, Burgtheater
Daten
Showroom 5/26
Aktuelle Ausstellungen
Suchlauf 5/26
TV-Hinweise und Streaming für Mai
Magazin
Theater Erwachen
Von der Debüt-Regie zur Schauspieldirektorin: Anna Magdalena Fitzi und ihr «Frühlings Erwachen» am Landestheater Eisenach
Der impulsive Mensch
Markus Hinterhäuser wird als Intendant der Salzburger Festspiele beurlaubt, die ehemalige Burgtheaterchefin Karin Bergmann übernimmt interimistisch
Sinkbares Mutterschiff
In Ingolstadt scheitert die notwendige Renovierung des Stadttheaters, eines Baudenkmals der Nachkriegsmoderne, an den Kosten
Du kleine Taco
Kann Comedy Theater retten? «Banausen» in der ARD-Mediathek
Anfänge sind schwer ... aber gerade ganz besonders free
Kolumne: Ein Plädoyer dafür, nicht an der Zukunft zu sparen
Impressum
Das Stück
Konstantin Küspert: Toxische Männer
© Suhrkamp Theater Verlag