Was fehlt?
Leerstellen der Angst
Die Kölner Koproduktion «In the meantime» erzählt eindrücklich von Exil und iranischem Widerstand
Es ist eine kleine Theaterarbeit voller Wucht und Größe. «In the meantime – a play across two continents» handelt von einer Welt im Krieg und schenkt die Vision, dass alles auch ganz anders sein könnte. Zart, mit Galgenhumor, erzählt es von Liebe, Resilienz und Exil.
Auf der Kölner Bühne – das Stück ist eine Koproduktion des Schauspiels mit dem Orangerie Theater – steht die iranische Schauspielerin und Autorin Amineh Arani vor großem Bildschirm. Darauf werkelt ihr Mann, der Schauspieler Kamal Alavi, in einem Teheraner Wohnzimmer herum. Weil Arani im Film «Die Saat des Feigenbaums» von Mohammad Rasolouf mitspielte, musste sie vor knapp zwei Jahren aus dem Iran fliehen. Nur digital war sie zum Premierenzeitpunkt mit ihrem Ehemann verbunden – und machte daraus Thema und Form ihres Stücks, ko-inszeniert von Stefan Otteni.
Bis vor Kurzem konnten Amineh und Alavi noch Rest-Alltag per Internet simulieren. Auf der Bühne spielen sie das nach, Schauspielerin Roxana Samadi in der Rolle der Übersetzerin. Mit lustiger Hilflosigkeit versucht das Paar, digital zusammen einen ...
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Theater heute Mai 2026
Rubrik: Best of, Seite 38
von
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