Hip-Hop aus der Lichtstadt
«Zwischen den Zeilen bleibt ein Gefühl, egal was wir machen, wir scheitern», rappt der Hip-Hopper Sorbas dem Jenaer Publikum mit kräftigen Beats ins Gesicht. Hinter ihm flackern Bilder von Protesten und Gewalt, Bilder von behelmten Polizist:innen und Steine werfenden Demonstrierenden. Die drei Leinwände können durch aufgetragene Rechtecke auch als Hochhäuser gelesen werden. Die Bilder stammen vom Syntagma-Platz in Athen und aus Frankreich. Schnell geschnitten, kombiniert mit Animationen wirken sie wie ein Musikvideo. Protest als Pop und Musik als soziales Vehikel.
Über der Bühne grüßt ein fettes Graffiti: «La Perifgria Vi Guarda Con Odio» [sic!], was ohne den Schreibfehler auch der Titel eines Buchs des italienischen Soziologen Gabriel Seroussi ist über die Jugendgangs in den Trabantensiedlungen italienischer Großstädte. Zudem verweist der deutsch-griechisch-rumänische Stücktitel«Hass/Μίσος/ Ura» auf den Film «La Haine» von 1995, in dem Regisseur Mathieu Kassovitz drei migrantische Jugendliche durch eine Pariser Banlieue hetzt – ein Drama voll Rassismus, Gewalt, jugendlichem Übermut und Hoffnungslosigkeit.
Als ob damit nicht schon genug Schichten aufeinander lagern, packen die ...
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Theater heute Mai 2026
Rubrik: Chronik, Seite 65
von Torben Ibs
et in arcadia ego
0. der traum
du wachst auf in der nacht weißt nicht genau warum das kind denkst du hat es geschrien du versuchst die traumreste von der wirklichkeit zu ziehen wie klebrige schutzfolie hast du das geträumt oder hat es geweint du schaust auf die uhr es ist 0252 besser nachschauen denkst du dir better safe than sorry der hund hat nichts gesagt müsste...
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