Sinkbares Mutterschiff

In Ingolstadt scheitert die notwendige Renovierung des Stadttheaters, eines Baudenkmals der Nachkriegsmoderne, an den Kosten

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Eigentlich sollte es 2026 für das kulturelle Ingolstadt Grund zum Feiern geben. Das Theater mit angegliedertem Festsaal besteht immerhin seit 60 Jahren. Doch die Stimmung in der Stadt an der Donau wird verhagelt: Das Gebäude der Architekten Hardt-Waltherr Hämer und Marie-Brigitte Hämer-Buro ist dringend renovierungs -bedürftig – der Stadt aber fehlt das nötige Geld dazu.

Das markant-moderne Gebäude am Rand der Ingolstädter Altstadt ist seit der Eröffnung 1964 eine imposante und mutige architektonische Erscheinung.

In der Formensprache vereinen sich Nachkriegsmoderne und mittelalterliche Stadtstruktur, zudem wurden Merkmale klassizistischer Festungsarchitektur aufgenommen – ein spannendes optisches Zusammenspiel. Die Stadt war und ist stolz auf diese Architektur, in der Eigenwerbung kommen Wörter wie «unsinkbarer Tanker», «Glanzlicht» oder «großer Wurf» vor. Das mit dem «unsinkbar» zumindest muss nun relativiert werden. Das Haus sei nicht mehr betriebssicher, Technik, Brandschutz, Energieversorgung sind veraltet, heißt es seitens der Kommune.

Der Hämer-Bau wird also geschlossen, die Arbeiten an ihm können in absehbarer Zeit trotzdem nicht beginnen. Bei der aktuellen Haushaltslage ...

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Theater heute Mai 2026
Rubrik: Magazin, Seite 75
von Bernd Noack

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