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Theater heute März (3/2026)

Theater heute März 2026


Foyer

Ins System reingehen! free

In München stellt das Bündnis Kultur zur Kommunalwahl eine eigene Liste auf mit dem Ziel: nicht um Gelder bitten, sondern selbst entscheiden – ein Gespräch


Aufführungen

Leben müsst ihr!

Johan Simons inszeniert am Berliner Ensemble Sophokles’ «Antigone» in der Übersetzung von Friedrich Hölderlin; Anne und Fabian Hinrichs schreiben mit «Irgendetwas ist passiert» eine Pollesch-Fortsetzung an der Volksbühne

Frostiges Versprechen

Berliner Romanadaptionen: Nurkan Erpulat inszeniert Katja Poladjans «Zukunftsmusik» am Maxim Gorki Theater, Alexander Eisenach Jenny Erpenbecks «Heimsuchung» am Deutschen Theater

Wildern im Revier der Männer

Von der lähmenden Macht des Patriarchats: An den Münchner Kammerspielen inszeniert Felicitas Brucker Constance Debrés Autofiktion «Love me tender», Lucia Bihler seziert Marieluise Fleißers «Pioniere in Ingolstadt» am Münchner Volkstheater

Die Welt nehmen, wie sie ist

An der Wiener Burg dreht Barbara Frey mit Robert Walsers «Der irrende Planet» melancholische Runden; Bastian Kraft macht aus Nestroys «Zu ebener Erde und erster Stock» einen grellen Videoclip

Vaterworte, Zukunftsangst und Spaß am Beklagen

In Düsseldorf treffen Profis und Laien auf Kafkas Erzählungen. Außerdem frisch überschrieben: «Frühlings Erwachen» und «Drei Schwestern», inszeniert von Andreas Kriegenburg, Bonn Park und Katharina Bill

Aufflackernde Displays

Die Wiener Autorin Barbi Markovic hat mit «Drei Schwestern» keine Tschechow-Überschreibung, sondern eine satirische Kosmologie für das Schauspielhaus Zürich geschrieben

Utopische Gemeinschaft

Leonie Böhm stellt in Basel mit Goethes «Wahlverwandtschaften» große Fragen und zeigt im Quartett komplexe Gefühle

Wir sprechen schon wieder Unsinn

Vor 60 Jahren zeigte Claus Peymann Peter Handkes «Publikumsbeschimpfung» in Frankfurt als Frontalangriff aufs Theater. Zum Jubiläum kulinarisiert Claudia Bauer das Stück dort zur Kenntlichkeit

Die Zukunft der Menschheit

Drei Uraufführungen reiben sich am Fortschritt: Caren Jeß’ «To My Little Boy» in Hamburg, Soeren Voimas Voltaire-Überschreibung «Candide oder der Optimismus» in Dresden und Emre Akals «Es sagt, es liebt uns» in Mannheim (der vollständige Stückabdruck in diesem Heft)


Akteure

Wofür sich zu leben lohnt

Jannik Hinsch wechselt nach zehn Jahren in Dresden ans Hamburger Thalia Theater – ein Porträt

Kunst ermöglichen, Kunst zulassen free

Der Dramaturg Bernd Wilms ist erst spät Intendant geworden und hat drei große Theater geleitet in Ulm und Berlin. Eine Erinnerung mit großem Dank von seinem Begleiter an diesen Orten, der inzwischen selbst von der Dramaturgie in die Intendanz gewechselt ist


Festival

Der Prozess Pelicot findet doch statt

Das 59. Belgrader Bitef-Festival wurde gecancelt – und hat sich doch durchgesetzt. Eine Recherche vom «Ort, wo wir uns versammeln»


International

Der Geschmack des Eisens free

Eine Chronik der Abwesenheit – Eindrücke und Gedanken nach den jüngsten Massakern in Iran

Zwei Mütter braucht das Land

Die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba gleicht einer riesigen Baustelle – was kann dort Brecht «Kaukasischer Kreidekreis» erzählen?

Fragile Räume offenhalten

Auf Festivals in Tokyo, Kyoto und bei der Triennale in Nagoya reflektiert die Theater- und Performance-Szene soziale Veränderungen in Japan


Chronik

​​​​​​​Hanni und Nanni 3.0

Laura Naumann «Schleuderdrama» (U) am Theater Bielefeld

Am Ende Hausarrest

Leo Meier «Auf der Suche nach dem verlorenen Bagger» (U) am Staatsschauspiel Dresden

Genderfidel

Virgina Woolf «Orlando» am Schauspielhaus Bochum

Wie wird man nicht giftig?

Anton Tschechow «Die Möwe», Ewald Palmetshofer «Sankt Falstaff» am Deutsches Schauspielhaus / Thalia Theater Hamburg

Der ganze Dreck der Welt

William Shakespeare «Hamlet» am Nationaltheater Mannheim

Schnell made play

Matthew López «Resonanzen» (DE) am Theater Luzern

Reverenz vor dem Scheitern

Yasmina Reza «Die Rückseite des Lebens» (DE) am Residenztheater München

Birth, School, Work, Death

nach Michel Houellebecq «Serotonin» am Hans-Otto-Theater Potsdam

Toyboy werden!

Kay Matter «Muskeln aus Plastik» (U) am Theater Münster

Ein Sportstückerl

Miriam Unterthiner «Mundtot» (U) am Schauspielhaus Wien


Daten

Suchlauf 3/26

TV-Hinweise und Streaming für März

Theaterpremieren im März 26


Magazin

Showroom 3/26

Aktuelle Ausstellungen

Stimmen und Gegenstimmen

Das Teatro Due in Parma veranstaltet die einzigen internationalen Autorentheatertage Italiens und hat den ersten großen öffentlichen MeToo-Fall der Theaterszene

Davon geht die Welt nicht unter!

Das Berliner Theater Thikwa kooperiert mit dem Puppentheater Das Helmi und dem Musiktheaterkollektiv Hauen und Stechen: «Crazy X Oppenheimer» im Theater Thikwa und «Ignorance is Bliss» in den Sophiensaelen

Vehikel zur Metaphysik

Deutungsoffen und maßlos wortverspielt: Der Franco-Schweizer Valère Novarina war ein dramatischer Teilchenbeschleuniger

Alltag als verkehrte Welt

Zum Tod des Regisseurs Dieter Giesing (21. 5. 1934–24. 1. 2026)

Fragt eine Kerze die andere …

Kolumne: Fehler bekräftigen erst die einzigartige Flüchtigkeit von Theater


Impressum

Vorschau/Impressum TH 3/26


Das Stück

Emre Akal: Es sagt, es liebt uns

Für den Abdruck bearbeitete Fassung.

© S. Fischer Theaterverlag 2026

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