Aufflackernde Displays

Die Wiener Autorin Barbi Markovic hat mit «Drei Schwestern» keine Tschechow-Überschreibung, sondern eine satirische Kosmologie für das Schauspielhaus Zürich geschrieben

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Wahrscheinlich liegt es an den Zahlen. Drei ist gut, zwei ist böse. Drei ist ungerade und ergebnisoffen, zwei gerade und nach mir die Sintflut. Drei ist irgendwie der Kosmos; zwei steht für toxische Männlichkeit und Raubtierkapitalismus, was Barbi Markovic im Bild des anonymen Männer-Duos mit «spitzen Lackschuhen und eckigen Taschen» zuspitzt, «die den ärmeren Menschen Besitz wegnehmen und Reichenterror ausüben. Sie sind gefährlich.

»

Um den benötigten Raum für ein lukratives Neubauprojekt zu schaffen, haben sie zum Beispiel die esoterisch angehauchte Psychologin Evelyn Glanzl (Karin Pfammatter) aus ihrer Wiener Altbauwohnung hin -ausgeworfen. Glanzl ihrerseits hat einen Mutterkomplex und ist Expertin für Dreiecke und Triaden, was sich schon anhand ihrer Einkaufsliste zeigt, die vom Dreisaatweckerl über Weißer Riese Aroma Therapie Universal Trio-Caps Floral Sensation, Kräuterbutter Trio Italia und S-Budget-Jausen-Trilogie bis zu den Snack Fun Mais Triangles alles enthält, was das trigonische Herz erfreut und im österreichischen Detailhandel erhältlich ist.

Zankende Nornen
Folgerichtig verschlägt es Evelyn in die ehemalige Wohnung der titelgebenden drei Schwestern, die hier als ...

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Theater heute März 2026
Rubrik: Aufführungen, Seite 24
von Andreas Klaeui

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