Fragile Räume offenhalten
Tokyo, Kyoto, Nagoya: Auf dieser Route bewegten sich letzten Herbst viele Akteur:innen und Beobachter:innen, die sich für die Performing Arts Szene in Japan interessierten. Selten war die Dichte neuer zeitgenössischer Theater- und Tanzproduktionen so groß, fanden doch fast zeitgleich drei Festivals statt, die neben internationalen Gastspielen einen Fokus auf das lokale und regionale Theaterschaffen legten.
Obwohl das zeitgenössische Theater im Vergleich mit der kommerziell sehr erfolgreichen Popkultur oder dem Stellenwert der traditionellen darstellenden Künste in der öffentlichen Aufmerksamkeit Japans eher eine Nischenexistenz führt, lässt sich derzeit gerade hier ein feines Sensorium für soziale Entwicklungen beobachten. Denn das Selbstverständnis der japanischen Gesellschaft ist in den letzten Jahren zwischen ökonomischer Unsicherheit, demografischen Wandel und dem Erstarken nationalistischer und rechtspopulistischer Narrative erheblich unter Druck geraten.
Toshiki Okadas Meteorite Tokyo
Anfang Oktober startete das als Nachfolgefestival des Tokyo Festival neu lancierte Performing Arts Festival: Autumn Meteorite Tokyo. Den metaphorischen Titel hat sich der neu berufene ...
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Theater heute März 2026
Rubrik: International, Seite 55
von Dagmar Walser
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7.3./SAMSTAG
22.35, 3sat: Barbara Sukowa – Spielen wie ein Kind, Dokumentation, D 2024
Ob bei Rainer Werner Fassbinder oder Margarethe von Trotta – Barbara Sukowa spielt immer wieder widerständige, risikofreudige Frauen. Regie Anke Sterneborg und Irene Höfer
WWW.ARTE.DE
28 Minuten: Made in France, Theaterstück von Samuel Valensi, F 2026
Samuel Valensi spricht...
