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Theater heute November (11/2026)

Theater heute November 2026


Foyer

Jetzt nicht entbehrlich werden! free

Freie Szene unter Druck: Köln knickt ein freies Produktionshaus, in Berlin setzt der Hauptstadtfinanzierungsvertrag auf die großen Tanker


Aufführungen

Untergeher auf großer Fahrt

Im Hamburger Schauspielhaus starten Karin Beier und ihr Ensemble ihre nächste Antiken-Expedition: Roland Schimmelpfennigs Argonauten-Mehrteiler «Fremde Sonne I–III» verhandelt die Moderne auf mythischer Folie

«Ästhetik des Unterschiedlichen»

Das Hamburger Thalia Theater startet mit zwei Romanadaptionen und viel politischem Selbstbewusstsein in die Spielzeit: Jorinde Dröse inszeniert Annette Hess’ «Deutsches Haus», Lilja Rupprecht Han Kangs «Die Vegetarierin»

Baustellen der Gesellschaft

Das Schauspiel Köln eröffnet seinen neuen, alten Spielort nach 14-jähriger Renovierung mit drei Uraufführungen: Kristof Magnussons und Gunnar Klacks «In bester Lage», Alexander Kerlins «Moneyland» und Roland Schimmelpfennigs «Tag und Nacht»

Erniedrigung genießen

Am Berliner Ensemble inszeniert Frank Castorf Klaus Manns «Mephisto» als grandiose Schauspieler:innenparade

Hausbau mit Elfriede Jelinek

Saisonstart am Wiener Volkstheater: Jan Philipp Gloger kompiliert vier Jelinek-Stücke zu einem RechtsextremismusThemenabend, Rieke Süßkow inszeniert «Macbeth» als Computerspiel

Plündern ohne Meta-Ebene

Jan-Christoph Gockel beschäftigt sich zur Spielzeit-Eröffnung am Schauspiel Frankfurt in «Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk» weiter mit der Idiotie des Krieges

Aufführungen

Das Residenztheater eröffnet die Saison mit einem Revival von Brechts «Dreigroschenoper» und Anja Hillings Schnitzler-Überschreibung «Reigen.Variationen» – und die Münchner Kammerspiele erinnern sich zum 100. Maximilianstraßen-Jubiläum an die eigenen Abgründe


Akteure

Kampf der moralischen Eitelkeit!

Die australische Künstlerin Melanie Jame Wolf arbeitet in der Berliner Freien Szene mit ihren Lebenserfahrungen und bleibt ihrer Autonomie treu


Starts

Die vielen Farben des Glamour

Andreas Karlaganis startet in Düsseldorf mit starken künstlerischen Handschriften und eindringlichen Neudeutungen von Kleist, Bergman und Lorca

Perfekte Pommes

Die Berliner Volksbühne neu erfinden – geht das? Matthias Lilienthals Auftakt am Rosa-Luxemburg-Platz mixt Bewährtes und Experimentelles mit Rimini Protokoll, Anta Recke und Satoko Ichihara

Karfiolkollektivregie

Elf Regiepersonen bestreiten zum Intendanzstart in St. Pölten «Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui» von Bertolt Brecht


Festivals

Peniswälder und Puppenangst

Die letzte Ruhrtriennale unter Ivo van Hove zwischen Experiment und Mainstreamkunst

Inseln der Gegenwart

Alles neu, aber nicht alles anders. Das Kunstfest Weimar präsentiert sich mit neuer Leitung, und She She Pop lässt musizieren


Theatergeschichte

Existenzformen des Theaters free

Zwei Dokumentarfilme über Einar Schleef und Helene Weigel holen prägende Theaterkünstler des 20. Jahrhunderts in die Kinos


Chronik

Wie Gewalt geht

Franz Broich nach Ursula K. Le Guin «Das Wort für Welt ist Wald»

Basel Theater

Macht des Ohnmächtigen

Shakespeare «Richard III.»

BERLIN RambaZamba-Theater

Politischer Hanf

nach Jakob Hein «Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste» (U)

BERLIN Deutsches Theater

Im Rhythmus der Utopie

nach Ernst Bloch «Das Prinzip Hoffnung»

KARLSRUHE Badisches Staatstheater

Viele Völker, wenig Theater

Ewe Benbenek «ФielföلkaŠtát (äh, vielvölkastaat, oder was?)» (U)

Graz, Schauspielhaus

Sex, Drugs and Rock’n’Roll

Nach Johann Wolfgang von Goethe «Faust»

Kiel, MFGS-Gelände

Warten auf den Bus

Jakob Nolte nach Miguel de Cervantes «Don Quijote»

WEIMAR Deutsches Nationaltheater

(K)ein Schweigen im Schwarzwald

Eine theatrale Erkundung zu Hannah Arendt und Elfriede Jelinek «Totenauberg»

STUTTGART Schauspielhaus

Revue der Narzissten

Bertolt Brecht, Elisabeth Hauptmann, Kurt Weill «Die Dreigroschenoper»

ZÜRICH Schauspielhaus, Pfauen


Daten

Theater-Premieren im November 2026

Showroom 11/26

Aktuelle Ausstellungen


Magazin

Gelebte Utopie

Das Theaterduo andpartnersincrime hat am Mousonturm Frankfurt eine Stadtteilküche eingerichtet

Kimchi, Gummibär und Aal-Roboter

In Oslo erhält der südkoreanisch- belgische Theatermacher Jaha Koo den Ibsen Award

Mon petit Würgeschatzerl free

Ulrike Ottingers barocker Vampirkostümfilm «Die Blutgräfin» wirkt wie eine morbide Wien-Werbung mit Starbesetzung

Dekonstruktion eines Supermachos

Erschreckend aktuell sind laut Anton Bierl Sophokles «Trachinierinnen» in einer Neuübersetzung von Kurt Steinmann

Ein wenig weniger Weltuntergang

Kolumne: Unsere Welt ist gar nicht so schlimm – vor allem im Vergleich zu früher!


Impressum

Vorschau und Impressum TH 11/26


Das Stück

Medea in Kolchis: Eine Rekonstruktion

2. Teil des Medea-Zyklus «Fremde Sonne»

Auftragsarbeit für das Deutsche Schauspielhaus Hamburg

© S. Fischer Verlag 2026

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