Wie Gewalt geht
Die Hinterwand der Kleinen Bühne in Basel wird von wogenden, rotorange angeleuchte -ten Stoffbahnen bedeckt. Vorne ein Baumstumpf mit dicken Wurzeln und zwei kleine Wesen unter orangenen Tüchern, die mit langen, silbrigen Tentakeln tasten und sich mit ihnen bedrohlich aufrichten. In diesem Setting passiert fast zehn Minuten lang scheinbar wenig. Die Musik, die Ameli (Amelie Franziska Schuster) am Synthesizer und mit ihrer Stimme erzeugt, wird lauter und wieder leiser, ist durchsetzt mit Zirpen, Knistern, Kreischen und Säuseln.
Dann plötzlich hämmern harte, bedrohliche Beats, die die Idylle unter sich zu begraben scheinen.
Diese Ouvertüre illustriert schon auf ihre Art die Geschichte in Ursula K. Le Guins Roman «Das Wort für Welt ist Wald». Darin erzählt die amerikanische Sci-Fi-Autorin von einem friedlichen Volk im Wald, das erleben muss, wie Wesen vom Planeten Terra landen, alle Bäume verletzen und abholzen. Die Friedfertigen erdulden das lange, müssen sie doch erst einmal von Menschen lernen, wie Gewalt geht, die ihnen selbst völlig unbekannt ist. Dann aber wehren sie sich, schlagen die Eindringlinge in die Flucht – und haben am Ende das Prinzip der Gewaltherrschaft ...
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Theater heute November 2026
Rubrik: Chronik, Seite 62
von Valeria Heintges
Slapstick-Einlagen aus. Voges belässt es beim prägnanten Oberflächen-Spiel, setzt auf Nerds und Typen in einheitlich farbigen, szenengemäß wechselnden Kostümen (Mona Ulrich), die ihre Alltagsprobleme in der Zweckgemeinschaft wälzen. Bis das Wasser im Keller steht, ein Rohrbruch, die nächste Baustelle.
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