Viele Völker, wenig Theater

Ewe Benbenek «ФielföلkaŠtát (äh, vielvölkastaat, oder was?)» (U) Graz, Schauspielhaus

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Fast 40 Jahre nach der Wende trennen Westund Osteuropa immer noch Welten. Die deutsch-polnische Dramatikerin Ewe Ben -benek arbeitet sich daran in ihren Stücken ab. «Tragödienbastard» (2020) handelte von drei Generationen und drei Lebensentwürfen zwischen Deutschland und Polen; in «Juices» (2023) thematisierte sie die Abstiegsangst einer Generation, die sich im Westen gerade erst halbwegs etabliert hat, und den gern vergessenen Anteil der «Gastarbeiter:innen» am deutschen Wirtschaftswunder.

Für die österreichische Erstaufführung von «Juices» im Vorjahr hat die inzwischen in Wien lebende Autorin das Stück auf austriakische Verhältnisse adaptiert; dabei fiel auch der euphemistische Begriff «Vielvölkerstaat», mit dem die österreichisch-ungarische Monarchie zum bunten Multikulti-Staat verklärt wird.

Genau darum geht es im neuen Benbenek-Stück «ФielföلkaŠtát (äh, vielvölkastaat, oder was?)», das den Kulturen-Mix schon im typografisch herausfordernden Titel trägt und von drei Theatern gemeinsam produziert wurde: den Schauspielhäusern in Graz und Wien sowie dem Katona József Theater in Budapest. Die drei beteiligten Bühnen stellten je zwei Schauspieler:innen: Aus Graz sind Miriam ...

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Theater heute November 2026
Rubrik: Chronik, Seite 64
von Wolfgang Kralicek

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