Baustellen der Gesellschaft
Slapstick-Einlagen aus. Voges belässt es beim prägnanten Oberflächen-Spiel, setzt auf Nerds und Typen in einheitlich farbigen, szenengemäß wechselnden Kostümen (Mona Ulrich), die ihre Alltagsprobleme in der Zweckgemeinschaft wälzen. Bis das Wasser im Keller steht, ein Rohrbruch, die nächste Baustelle.
Köln-Bezüge gibt’s entsprechend en passant («Wenn wir das jetzt nicht machen, haben wir kein Wasser … Und wenn wir so weitermachen, haben wir in einem Jahr noch keins. Und in zwei Jahren auch noch keins. Und in vierz …»).
Die vermeintliche Lösung des tragischen Konflikts kommt von Versammlungsvermeider Dr. Mesmer, eine Art Demokratie-Querulant im Superman-Outfit, der geisterhafte Handwerker ins Haus und das Wasser zurückholt. Aber das bleibt ein kurzer Spin im sonst so harmlosen Gesellschaftsgeplänkel.
«Moneyland»
Mehr Gedanken- und Bühnenexperiment wagt Voges mit der zweiten Uraufführung im kleinen Haus. Alexander Kerlin, auch Chefdramaturg am Schauspiel Köln, führt uns in «Moneyland» in die auf die Apokalypse hin geplante Welt der Tech-Milliardäre, hier: ein High-Tech-Bunker von Atlas Analytics, den Unternehmerin Ava Park 95 Meter tief unter die Wüste hat bauen lassen zum Schutz ...
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Theater heute November 2026
Rubrik: Aufführungen, Seite 16
von Sarah Heppekausen
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