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Opernwelt September-Oktober (9-10/2025)

Opernwelt September-Oktober 2025


Editorial

Editorial OW 9/25


Im Focus

Bonjour, tristesse!

Das Festival d’Aix-en-Provence huldigt dem verstorbenen Intendanten Pierre Audi und ist auch sonst voller Liebesschmerz – in Mozarts «Don Giovanni», Gustave Charpentiers «Louise», Cavallis «La Calisto» und in der Britten-Adaption «The Story of Billy Budd, Sailor»

Bilder des Schicksals

Dmitri Tcherniakov scheitert mit Händels «Giulio Cesare in Egitto», Aušrinė Stundytė glänzt bei Schönberg, der Schauspieler Christoph Waltz bei Strawinskys «Oedipus Rex»: Die erste Woche der Salzburger Festspiele zeigt die ganze Vielfalt von Bühne und Konzert. Eine Chronik

Frauen vor Trümmerlandschaft

Die Salzburger Festspiele punkten mit «Drei Schwestern» von Peter Eötvös und haben für Donizettis «Maria Stuarda» mit Kate Lindsey und Lisette Oropesa zwei exquisite Protagonistinnen parat

Auf Gold- und Geldsuche

Mit Enescus «Œdipe» führt Lilli Paasikivi, die neue Intendantin, eine gute Tradition der Bregenzer Festspiele fort – Entdeckungen aus dem Repertoire zu präsentieren. Derweil geht Philipp Stölzls zeitgeistige «Freischütz»-Inszenierung ins zweite Jahr. Ein Wermutstropfen: Das Festival muss jährlich 2,1 Millionen Euro einsparen

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Im Fall der «Meistersinger» kann das allerdings zum Problem werden, wie die launige Inszenierung von Matthias Davids zeigt. Daniele Gatti dirigiert unstet, die Sängerinnen und Sänger aber sind erstklassig

Wenig Liebe, viel Rache

Vera Nemirova verbindet bei den Heidenheimer Opernfestspielen gekonnt Puccinis «Gianni Schicchi» und Strauss’ «Elektra», mit «Attila» wird die Reihe früher Verdi-Opern fortgesetzt

Gegen die Schatten der Vergangenheit

Das Baltic Opera Festival verknüpft polnische und deutsche «Traditionen» – in diesem Jahr mit szenischen Produktionen von Strauss’ «Salome», Pendereckis «Lukas-Passion» und der Uraufführung von Alek Nowaks Stück «Die Stimme des Monsters»

Vom Bettler zum König

Wieder ein starker Jahrgang der Rossini-Pflege in Bad Wildbad: Bei «La Cenerentola», «Otello» und «L’inganno felice» treten arrivierte Sängerinnen und Sänger sowie der talentierte Nachwuchs auf

Stockende Zeit free

Die Münchner Opernfestspiele zeigen Gabriel Faurés Meisterwerk «Pénélope». Susanna Mälkki findet Zauberklänge, Andrea Breth entdeckt die Kraft der Langsamkeit

Nächstes Jahr in Bad Segeberg

Die «Oper im Steinbruch» im burgenländischen Sankt Margarethen möchte in die Pop-Liga der Open-Air-Events und zeigt Wagners «Fliegenden Holländer» als «Fantasy-Liebesdrama». Kann das gut gehen?

Zwischen den Zehen ein Telefon

Neue Wege bei den Tiroler Festspielen in Erl: Claus Guth inszeniert «Herzog Blaubart» von Bartók und Francis Poulencs «La Voix humaine» als einen Thriller der Andeutungen. Ein Glücksfall, nicht nur wegen Barbara Hannigan

Sonne, Mond und Knalleffekte

«Pralles Volkstheater» und zeitkritisches Musical: Die Eutiner Festspiele zeigen Mozarts «Zauberflöte» und Bernsteins «West Side Story» in sorgfältigen Inszenierungen

Der Sinn des Lebens

Kunstvolle Verstörung, Kontemplation, Meditation: Das «Festival d’Avignon» balanciert auf den Schnittlinien von Musiktheater, Performance und Tanz – Abstürze inbegriffen

Eine Ahnung von Avantgarde free

An der Berliner Staatsoper dirigiert Christian Thielemann erstmals Strauss’ «Schweigsame Frau». Für ihn wie für den Regisseur Jan Philipp Gloger gilt: Der Respekt vor dem Stück ist groß, die Sorgfalt auch


Interview

«Ich bin viele andere»

Katzen haben sieben Leben, heißt es. Sonya Yoncheva kann sich mit ihnen messen. Sie ist eine echte Diva, sie ist Mutter, sie ist Marke und eine gewiefte Geschäftsfrau. Und Pin-up-Girl ist sie, nach eigenen Worten, auch. Zuallererst aber ist die bulgarische Sopranistin eine der besten Sängerinnen unserer Zeit. Ein Gespräch über Bilder, Brigitte Bardot, blinde Frauen, Freundschaften und die Angst vorm Fliegen


Medien

O solitude, my sweetest choice

Paul-Antoine Bénos-Djian singt, einfühlsam vom Ensemble Le Consort begleitet, Arien von Purcell und anderen englischen Barock-Meistern

Tiefer als der Tag gedacht free

CD des Monats: Florian Boesch und Malcolm Martineau bringen Johannes Brahms und Hugo Wolf einander näher

Göttliche Harmonie, irdische Qualen

Lucile Richardot und das Ensemble Correspondances unter Sébastien Daucé mit Musik vom schwedischen Hofe Karl XI.

Viel los im Damenstift

Eine Komponistin des 17. Jahrhunderts: die Oper «L’Ercole amante» von Antonia Bembo

Wunderwerke

Ein fast vollkommenes Glück: Bizets Lieder gibt es erstmals als Gesamtaufnahme

Tenorissimo! Bravissimo?

Liparit Avetisyan und Kévin Amiel setzen in ihren Solo-Alben absichtsvoll auf die Klassiker

Wo die Akazie blüht

Joanna Klisowska und Katarzyna Neugebauer interpretieren Lieder von Mieczysław Weinberg

Élan vital mit Ecken

Eleni Lydia Stammellou und Alexandra Listova widmen sich dem Lied-Œuvre von Arthur Honegger

Leidenschaften ohne Maß

Mark Milhofer und Mirco Palazzi singen die Michelangelo-Lieder von Britten und Schostakowitsch

So ist es sonst nirgends

Zum 150-jährigen Bestehen: Ein opulenter Band würdigt Bau, Idee und Geschichte des Bayreuther Festspielhauses

Wieviel Nüchternheit braucht Musik?

Buch des Monats: Ein Sammelband geht Person und Wirken Karl Böhms nach und gewährt wichtige Einblicke in die Interpretationsgeschichte der Nachkriegszeit


Interview

«Das Theater soll den Menschen dienen»

Eine Art triumphale Heimkehr: Kurze Zeit war Nadezhda Karyazina am Salzburger Landestheater engagiert, in diesem Jahr räumte sie bei zwei Festspiel-Produktionen ab. Wer die gebürtige Russin nicht kannte, dem gingen in «Chowanschtschina» und «Hotel Metamorphosis» Augen und Ohren über. Ein Gespräch über Kämpfe mit Cecilia Bartoli, tiefe Barocktöne und das Theater als Tempel


Service

Personalien, Meldungen 9/25
TV, Streams. Kino 9/25

Spielpläne 9/25

Hier finden Sie alle Termine (Premieren sowie Repertoirevorstellungen) der Opernhäuser in Deutschland. Von allen anderen Häusern weltweit bilden wir die Daten zu den Premieren ab.


Magazin

Dem Zeitkern auf der Spur

In seiner Autobiographie «Unerhörte Augenblicke» zieht der Dramaturg, Intendant und (Musik-)Theatermacher Klaus Zehelein pünktlich zum 85. Geburtstag ein ebenso fundiertes wie kritisches Resümée

Das Stück schreiben wir selbst!

Seit 15 Jahren gibt es die «Kinderopernhäuser» der Berliner Staatsoper. Hier wird wertvolle Grundlagenarbeit geleistet – nicht nur für die Musik, sondern fürs Leben

Die Tiefe des Raums

Musiktheater von seltener Eigenart: Zum Tod des großen Regisseurs Robert Wilson

Traumrolle Carmen

Zum Tod der französischen Mezzosopranistin Béatrice Uria-Monzon

Kunst der Vereinfachung

Bei ihm sollte klassische Musik nicht kompliziert sein, sondern vor allem lebendig. Zum Tod des Dirigenten Sir Roger Norrington

Von Hoffnung und Zweifel

«Rummelplatz» von Ludger Vollmer und Jenny Erpenbeck


Impressum

Vorschau und Impressum OW 9/25
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