Vorschau und Impressum OW 9/25
Existenziell
Von ihm stammt einer der schönsten Sätze über das Handwerk: «Ich werde komponiert.» Damit distanziert sich Helmut Lachenmann zwar nicht von der auktorialen Künstlerfigur, aber er schreibt dem, was erklingt, der Musik, die unumschränkte Herrschaft zu, auch als gesellschaftsverändernde Kraft. Nun wird einer der letzten Großen der Zunft 90. Grund genug für eine Würdigung
Exponentiell
Wenn er Schubert singt, steht die Welt still.
Mit seinen Interpretationen der Liedzyklen dieses Komponisten hat Konstantin Krimmel schon in frühen Jahren Maßstäbe gesetzt, auch auf der Opernbühne zeigt der Bariton zunehmend Kontur, zuletzt in der Titelrolle von Mozarts «Don Giovanni». Will sagen: Die Stimme wächst. Ein Gespräch
Das Jahrbuch 2025
Wo steht das «Opernhaus des Jahres»? Wer wird «Sängerin des Jahres»? Welches neue Werk war so aufregend, dass sich eine Wiederaufführung lohnt? Antworten gibt das Jahrbuch der «Opernwelt» – mit den Ergebnissen unserer Kritikerumfrage, mit Interviews, Essays und Porträts
Experimentell
In seiner Heimat Japan ist er längst eine Ikone. Doch auch auf dem alten Kontinent hat sich Toshio Hosokawa in den vergangenen Jahrzehnten mit klangpoetischen Opern wie ...
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Opernwelt September-Oktober 2025
Rubrik: Impressum, Seite 98
von
Lassen wir das Reizwort «Musical» einmal beiseite. Ja, es stimmt: Matthias Davids ist ein Fachmann für dieses Genre, und er leitet das dafür zuständige Ensemble am Landestheater Linz. Dass er für eine Inszenierung der «Meistersinger» nach Bayreuth eingeladen wurde, hat deshalb für Verwunderung, auch für Argwohn gesorgt. Doch lässt sich der Abend, der letztlich...
Der 28. September 1675 war ein großer Tag – zumindest für Karl XI. Im Dom zu Uppsala wurde der seit 1660 unter der Vormundschaft seiner Mutter Hedwig Eleonora von Schleswig-Holstein-Gottorf sowie fünf hochrangiger Staatsbeamter regierende Thronfolger endlich zum König von Schweden gekrönt. Und wie es rückblickend den Anschein hat, war er nicht nur ein weiser...
Er hatte etwas von einem Clown. Und wenn ihm dieser Eindruck nicht recht gewesen wäre, hätte er bestimmt etwas dagegen unternommen. Wie er in seinen späten Jahren auf die Bühne kam, ein fußballrundes Bäuchlein vor sich herschiebend, Schläppchen an den Füßen (in den Proben erschien er gern bar -füßig), ein satyrisches Lächeln im Gesicht: Das war durchaus als...
