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Existenziell
Von ihm stammt einer der schönsten Sätze über das Handwerk: «Ich werde komponiert.» Damit distanziert sich Helmut Lachenmann zwar nicht von der auktorialen Künstlerfigur, aber er schreibt dem, was erklingt, der Musik, die unumschränkte Herrschaft zu, auch als gesellschaftsverändernde Kraft. Nun wird einer der letzten Großen der Zunft 90. Grund genug für eine Würdigung

Exponentiell
Wenn er Schubert singt, steht die Welt still.

Mit seinen Interpretationen der Liedzyklen dieses Komponisten hat Konstantin Krimmel schon in frühen Jahren Maßstäbe gesetzt, auch auf der Opernbühne zeigt der Bariton zunehmend Kontur, zuletzt in der Titelrolle von Mozarts «Don Giovanni». Will sagen: Die Stimme wächst. Ein Gespräch

Das Jahrbuch 2025
Wo steht das «Opernhaus des Jahres»?  Wer wird «Sängerin des Jahres»? Welches neue Werk war so aufregend, dass sich eine Wiederaufführung lohnt? Antworten gibt das Jahrbuch der «Opernwelt» – mit den Ergebnissen unserer Kritikerumfrage, mit Interviews, Essays und Porträts

Experimentell
In seiner Heimat Japan ist er längst eine Ikone. Doch auch auf dem alten Kontinent hat sich Toshio Hosokawa in den vergangenen Jahrzehnten mit klangpoetischen Opern wie ...

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Opernwelt September-Oktober 2025
Rubrik: Impressum, Seite 98
von

Weitere Beiträge
Dem Zeitkern auf der Spur

Ein tätiges Leben, verstanden im Sinne von Hannah Arendts Idee einer «vita activa» (so der Herausgeber Günther Heeg), wird besichtigt; in Augenschein genommen von demjenigen, der es durchmessen hat. Zu seinem 85. Geburtstag hat sich Klaus Zehelein, einer der wirkmächtigsten und einflussreichsten bundesdeutschen Dramaturgen, Musiktheatermacher und Kunst-Ermöglicher,...

O solitude, my sweetest choice

Singen hilft immer. Auch in den schwersten Momenten unseres Lebens, wenn der oder die Liebste für immer dahingegangen ist. «O let me weep, for ever weep» – so lautet die erste Zeile jener Gedichtvertonung, die in einer posthumen Aufführung von Henry Purcells Masque »The Fairy Queen» auf Shakespeares somnambule Komödie «A Midsummer Night’s Dream» anno 1698 im...

Stockende Zeit

Ist es ein Museum der Erinnerung, ein Museum der Träume? Kalkweiße griechische Statuen, Odysseus-Bildnisse beherbergt der karge Saal, vielleicht ein Depot, jedenfalls ziemlich schmucklos. Rückwärts steht ein Mann in einer Tür, grau der Bart wie der schlabbrige Anzug, schaut zurück in die Ferne, er scheint einiges erlebt zu haben. Nun tritt er ein, langsam, wie in...