Nächstes Jahr in Bad Segeberg

Die «Oper im Steinbruch» im burgenländischen Sankt Margarethen möchte in die Pop-Liga der Open-Air-Events und zeigt Wagners «Fliegenden Holländer» als «Fantasy-Liebesdrama». Kann das gut gehen?

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Sie haben wahrhaftig einen Leuchtturm oben auf die Klippe gesetzt. Und daneben hat die Bühnenbildnerin Momme Hinrichs eine ganze Reihe von Fischerhäuschen gebaut, ein Kirchlein auch, augenzwinkernd ein wenig perspektivenverschoben. Hier könnte man ein Küstendrama wie «Peter Grimes» spielen, aber natürlich auch Wagners «Fliegenden Holländer», und die monumentale Naturkulisse des Steinbruchs St.

Margarethen, einen Steinwurf von Eisenstadt und das wieder nur ein paar Kilometer von Wien entfernt –sie wird in jedem Look -alike-Wettbewerb um die realistischste Vorstellung jener norwegischen Bucht gewinnen. Dorthin hatte es den aus Riga per Schiff flüchtigen Wagner, in Folge auch seinen gespenstigen «Holländer» und den braven Handelsschiffer Daland verschlagen.

Ein Leuchtturm also ragt über diesem eindrucksvollen Naturtheater, man kann ihn schon von Weitem sehen, wenn man sich nähert über die Ebene zwischen der burgenländischen Kapitale («Die kleinste Großstadt der Welt») und dem Neusiedler See. Der im Abendhimmel schön funktionierende Leuchtturm lässt sich auch nehmen als Symbol für die Strahlkraft, die Intendant Daniel Serafin dort entfalten will und unermüdlich beschwört: Bregenz und ...

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Opernwelt September-Oktober 2025
Rubrik: Im Focus, Seite 44
von Holger Noltze

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