Bilder des Schicksals

Dmitri Tcherniakov scheitert mit Händels «Giulio Cesare in Egitto», Aušrinė Stundytė glänzt bei Schönberg, der Schauspieler Christoph Waltz bei Strawinskys «Oedipus Rex»: Die erste Woche der Salzburger Festspiele zeigt die ganze Vielfalt von Bühne und Konzert. Eine Chronik

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25. Juli 2025: Letzter Tag der «Ouverture spirituelle», des Einstiegsprogramms vor der eigentlichen Eröffnung der Salzburger Festspiele. Alexander Pereira hatte dieses Vor-Spiel 2012 als Dialog der Religionen in der katholischen Festivalstadt eingeführt. Heute versteht es Intendant Markus Hinterhäuser als «Reise durch die ganze Musikgeschichte – von der Renaissance bis in die Jetztzeit», bis zum dreiaktigen Musiktheater «Macbeth» (2002) von Salvatore Sciarrino. Konzertant aufgeführt in der ausverkauften Kollegienkirche. Schilder mit «Suche Karte» werden hochgehalten.

Wissen die Leute, was sie erwartet? Offensichtlich nicht. Kaum sind alle drin, kaum haben das Klangforum Wien und das solistische Vokalensemble Cantando Admont unter der berufenen Leitung von Vimbayi Kaziboni das erste Sciarrino-spezifische Gewisper, seine Hauch- und Fauchgeräusche in den Kirchenraum geschickt, wollen die Ersten schon wieder raus. «Ich geh jetzt», sagt mein übernächster Sitznachbar später nachdrücklich zu seiner Begleiterin und zieht sie beleidigt vom Stuhl. «Fatum» hatte Hinterhäuser als Leitidee für die diesjährige «Ouverture spirituelle» ausgegeben. Und wer sich nicht voreilig der Macht von ...

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Opernwelt September-Oktober 2025
Rubrik: Im Focus, Seite 14
von Lotte Thaler

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Editorial OW 9/25

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