Tanz Juni 2012
editorial
bewegung
make it new
Hat man das, was es schon mal gab, auch schon mal gesehen? Der Tanz findet in der Bildenden Kunst eine echte Anwältin in Sachen Reenactment
produktionen
im rausch der stimme
Nach knapp dreißig Jahren bringt Reinhild Hoffmann «Callas» auf die Bühne zurück –
ein Crossover von Musik und Tanz, Vergangenheit und Gegenwart, und nicht zuletzt: eine Begegnung verschiedener Theatertraditionen
c(h)œurs
Alain Platel choreografiert ein umstrittenes Meisterwerk. Seine These: Verdi und Wagner wären heute Globalisierungsgegner
tschechow tanzen
In Kiel zeigt Ballettdirektor Yaroslav Ivanenko die «Drei Schwestern» und verpflichtet sich der Werktreue. Der Regisseur Luk Perceval wagt es dagegen, seinen Hamburger «Kirschgarten» tatsächlich zu choreografieren
gefaltet
Sasha Waltz lehrt Mozart das Fliegen
menschen
robert sturm
...leitet zusammen mit Dominique Mercy das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch.
Im Juni und Juli zeigt es in London insgesamt zehn Stücke. Und zum ersten Mal in ihrer 40-jährigen Geschichte sucht die Kompanie nach einem neuen Choreografen
luc petton
Ein Stück mit lebenden Schwänen, schwarz und weiß. Ein See ist auch dabei. Der «Swan» des französischen Choreografen verzaubert den Mythos, ohne Prinz
kevin haigen
Der amerikanische Ballettmeister ist die wandelnde Geheimwaffe von John Neumeier – nicht nur beim Hamburg Ballett
abschied
horst koegler...
highlights
service
kalender
traditionen
wer war martha graham?
Die Pionierin des Modern Dance hinterließ eine Kompanie, die mit ihrem Repertoire reichlich selektiv verfährt. Was die Frage aufwirft, warum wir entscheidende Graham-Stücke nicht mehr zu Gesicht bekommen
medien
dvd, buch, kino
la bayadère, pina bausch, richard siegal,imaging dance
ideen
die hottentot-venus
Sie kam 1810 aus Südafrika und wurde in London und Paris ausgestellt – als Tänzerin, Prostituierte, vor allem als «Negerin». Heute steht sie erneut auf der Tanzbühne. Ein Versuch, mit ihr noch einmal Genderfragen und verdrängten Kolonialismus zum Thema zu machen
praxis
ballettmeister werden
«PDPTC» – das Kürzel steht für eine neue Weiterbildungsinitiative, die Tänzer auf einen Wechsel ins pädagogische Fach vorbereiten soll. Christiane Theobald, stellvertretende Intendantin des Staatsballetts Berlin, und Anne Hogan, Leiterin des Fachbereichs Ausbildung an der Royal Academy of Dance, erläutern, was es mit dem «Professional Dancers‘ Postgraduate Teaching Certificate» auf sich hat
tanz hat recht
«Mit Ende dieser Spielzeit wird mein Engagement als Solotänzer enden. Ich habe zwar noch kein Anschlussengagement gefunden, aber die Situation hier im Ensemble ist für mich mittlerweile so unerträglich, dass ich wirklich froh bin, bald hier wegzukommen. Besondere Probleme habe ich mit dem Ballettdirektor. Das hat dazu geführt, dass ich in der laufenden Spielzeit kaum noch tanze und für Premieren nicht mehr besetzt wurde. Jetzt hat mir eine Kollegin gesagt, dass ich Schadensersatz verlangen könnte, weil ich hier nicht mehr richtig auftreten konnte. Das mit dem Schadensersatz hört sich gut an. Habe ich wirklich eine Chance darauf?»
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