montepellier: danse

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Zum 32. Mal spornt Jean-Paul Montanari die zeitgenössische Tanzwelt an, ihre Kunst politisch auszulesen und sich mit den Arbeitsergebnissen in Montpellier zu versammeln. Das Festivalmotto «Der Geschmack des Mittelmeers» bezieht sich auf die heftigen Turbulenzen in der gesamten Region. Radhouane el Meddeb ist dabei, ein Tunesier, der den Sturz Ben Alis im Januar 2011 außerhalb seiner Heimat nur vor dem Fernseher erlebt hat. Dem verpassten Moment widmet er nun einen «Aufschrei».

In einem zweiten, mit Thomas Lebrun entwickelten Solo, wird sich El Meddeb unter dem Titel «Sous leurs pieds, le paradis» als Körper-Übersetzer versuchen: Das Paradies, behauptet die islamische Überlieferung, liegt zu Füßen der Mutter – aber was sagt das über Weiblichkeit aus? Antworten auf den arabischen Frühling suchen auch Bouchra Ouizguen (beim Mystiker Rûmí), Danya Hammoud (in «Mahalli», was so viel heißt wie «Mein Ort») und Ali Moini (im Trauma und im Derwisch-Tanz). Kinematografisch wird Montanari den Blick auf den Iran richten und außerdem neueren Hip-Hop-Tendenzen ein Forum bieten. Vom 22. Juni bis zum 7. Juli
montpellierdanse.com

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Tanz Juni 2012
Rubrik: highlights, Seite 39
von

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