münchen: meg stuart «built to last»

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Der Intendant Johan Simons hatte die erste Uraufführung von Meg Stuart für sein Haus gründlich vorbereitet. Bereits zweimal gastierte Stuarts Truppe Damaged Goods in den Münchner Kammerspielen, bevor jetzt «Built to last» als Koproduktion herauskam. Der Besetzungsliste nach war diese Kooperation allerdings eher eine Residenz, denn neben den Tänzern Dragana Bulut, Davis Freeman, Anja Müller und Maria F. Scaroni war nur ein einziger Akteur der Kammerspiele dabei.

Aber was für einer: Kristof Van Boven – schon  in Stuarts «It’s not funny» mit von der Partie – ist präsent bis in die Spitzen seiner hochgegelten Haare. In gelbem Pulli und weißen Breeches berserkert er in der großen Spielhalle. Als Einziger darf er ein paar Sätze sagen zum Thema des Abends, zum Denkmal, das gebaut ist für die Ewigkeit: «Es zwingt einem Erinnerungen und Gedanken auf und macht klar, dass die Gegenwart eine Vergangenheit hat.»

Um Repräsentationsformen der Vergangenheit und des Monumentalen geht es Meg Stuart. Pathosformeln erkennt sie in der in Stein gehauenen Heldenpose, in den Vitrinen ethnologischer Museen, die menschliche Phänotypen ausstellen, im Planetarium, das Bühnenbildnerin Doris Dziersk über den ...

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Tanz Juni 2012
Rubrik: kalender, Seite 48
von Katja Schneider

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