im rausch der stimme

Nach knapp dreißig Jahren bringt Reinhild Hoffmann «Callas» auf die Bühne zurück – ein Crossover von Musik und Tanz, Vergangenheit und Gegenwart, und nicht zuletzt: eine Begegnung verschiedener Theatertraditionen

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Reinhild Hoffmann, vor ein paar Jahren haben Sie noch gar nicht mit der Idee geliebäugelt, Ihre in den 1970er- und 1980er-Jahren entstandenen Werke auf die Bühne zurückzuholen. Nach «Solo mit Sofa» wird jetzt «Callas» wieder auferstehen – wie kam es zu diesem Gesinnungswandel?
«Callas» kommt ja nicht zum ersten Mal zurück, ich habe das Stück 2006 mit klassischen Tänzern in Florenz schon einmal neu inszeniert.

Der Kompanieleiter Giorgio Mancini hatte mich damals darum gebeten …

… weil ein Stück über die Jahrhundertsängerin nirgendwo besser hinpasst als ins Heimatland des Belcanto?
Vielleicht auch das, aber vor allem suchte Mancini nach einer Herausforderung für seine Leute. Und da kam ihm «Callas» insofern in den Sinn, als es ­erstens ein Ensemblestück ist und zweitens ­genaues Rollenspiel verlangt. Alle Tänzer haben sowohl Soli als auch Gruppenaufgaben, ­damit wird die übliche Ballett-Hierarchie ­aufgehoben. Das war für die Florentiner Truppe nicht ganz einfach, aber es war gut, dass sie es einmal erlebt hat. So wie es für mich gut war, mit klassischen Tänzern zu arbeiten, weil ich selbst in einer ganz anderen Tradition ­stehe.

Und wie kommen die Bremer jetzt zu «Callas»-Ehren?
Das hat ...

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Tanz Juni 2012
Rubrik: produktionen, Seite 8
von Frankziska Buhre, Dorion Weickmann

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