kevin haigen
«Er ist nicht weich! Armand ist kein Softie, er ist stark und will diese Frau haben!» Im Ballettsaal des Königlichen Nationaltheaters in Kopenhagen klang es im März dieses Jahres wie bei Filmaufnahmen. Regie führte der Erste Ballettmeister vom Hamburg Ballett, Kevin Haigen. Er mühte sich, den Tänzern den «Spirit» von John Neumeiers «Die Kameliendame» nahezubringen. «Eines der größten romantischen Ballette der Welt», lobpreiste die dänische Werbung. Und es ist eines der schwierigsten. Aber es gibt keine Ballerina von Welt, die es nicht tanzen will.
Haigen ist schuld, dass es so höllisch schwer ist. Er hat 1981 die drei Kern-Pas-de-deux des 1978 uraufgeführten Balletts als Solist neu getunt; mit exotischen Hebungen und Sprüngen machte er Bravourstücke daraus. Heute gibt er sie weltumspannend als Coach weiter, so in Paris, New York, Peking. Superstars – von Agnès Letestu und Hervé Moreau in Paris bis Julie Kent und Roberto Bolle in New York – hören auf sein Kommando. Und in Stuttgart überzeugen Sue Jin Kang und Marijn Rademaker – dank Haigen – noch die strengsten Pressevertreter.
Aber auch die bravouröse Silvia Azzoni und der zärtliche Alexandre Riabko beim Hamburg Ballett sowie – als ...
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Tanz Juni 2012
Rubrik: menschen, Seite 30
von Gisela Sonnenburg
Reinhild Hoffmann, vor ein paar Jahren haben Sie noch gar nicht mit der Idee geliebäugelt, Ihre in den 1970er- und 1980er-Jahren entstandenen Werke auf die Bühne zurückzuholen. Nach «Solo mit Sofa» wird jetzt «Callas» wieder auferstehen – wie kam es zu diesem Gesinnungswandel?
«Callas» kommt ja nicht zum ersten Mal zurück, ich habe das Stück 2006 mit klassischen...
...in Kassel eröffnet u. a. mit der Tanzperformance «Thunderclap» der walisischen Künstlerin Jessica Warboys. Sie stieß auf Fotografien der Tänzerin Hélène
Vanel, dokumentarische Aufnahmen mit den Surrealisten am Eröffnungsabend der «Exposition Internationale du Surréalisme» 1938. Vanels Auftritt in ihrer
Aktion «L’Acte manqué» war skandalumwittert: Barbusig und mit...
...ist nur eine von zahlreichen Kompanien aus Afrika, die sich nun endlich auch in Europa etablieren. Serge-Aimé Coulibaly gründete sie 2002 in Burkina Faso. Seine Motivation ist aufrichtig: «Als Künstler und Choreograf spüre ich die Verpflichtung, mich an der Entwicklung der Welt, in die ich gehöre, zu beteiligen. Meine Arbeit ist Ausdruck der Suche nach Lösungen...
