afrika: DAS FASO DANSE THÉÂTRE

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...ist nur eine von zahlreichen Kompanien aus Afrika, die sich nun endlich auch in Europa etablieren. Serge-Aimé Coulibaly gründete sie 2002 in Burkina Faso. Seine Motivation ist aufrichtig: «Als Künstler und Choreograf spüre ich die Verpflichtung, mich an der Entwicklung der Welt, in die ich gehöre, zu beteiligen. Meine Arbeit ist Ausdruck der Suche nach Lösungen für die sozialen Probleme.» So tanzen in «Kohkuma 7º Sud» drei Männer und eine Frau eine Hymne auf das Überleben.

Sana «Khanzai» Seydou, die akustische Gitarre über der Schulter, singt dazu mit entwaffnender Beiläufigkeit von den Seelen des afrikanischen Kontinents. Hier geht es immmer wieder darum, wie die Körper sich von westlichen Einflüssen befreien und – wie durch ein Initiationsritual – die afrikanische Wesentlichkeit suchen. Die rhythmische und physische Kraft steht unter ständiger Spannung. Coulibalys unmittelbare Kommunikation funktioniert auch bei Europäern. Er schöpft aus der Freiheit, dem freien Umgang mit dem Körper und entlarvt die Zivilisation als «zu viel Isolation». Demnächst in Straßburg, Pôle Sud, 1. Juni; Paris, Tarmac, 5.–9. Juni.
 

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Tanz Juni 2012
Rubrik: highlights, Seite 38
von Sergio Lo Gatto

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