Zum Goldenen Strauß

Ein Monumentalwerk zur (Architektur-) Geschichte einer Wiener Theaterinstitution, dem Theater in der Josefstadt

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Bücher, in denen Theater sich selbst darstellen, neigen grundsätzlich zu Opulenz. Dieses Monumentalwerk aber setzt selbst in diesem Genre noch neue Maß -stäbe: Es heißt schlicht «Theater in der Josefstadt 1788–2030» und umfasst zwei großformatige Bände, die zusammen mehr als 600 Seiten dick und 4,5 Kilogramm schwer sind. (Die in die Zukunft weisende Jahreszahl 2030 im Titel ist übrigens nur ein kleiner Gag am Rande.

) Autor Robert Stalla leitet an der TU Wien das Institut für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege; der Fokus des Buchs liegt dann auch auf der Architekturgeschichte des Hauses, unter den rund 500 Abbildungen finden sich neben den üblichen Szenenbildern und Theaterzetteln auch zahlreiche Grundrisse und Architekturfotos. 

Die mehr als 200 Jahre alte Geschichte des Theaters beginnt 1788, als der Schauspieler Karl Mayer im Hinterhof des Gasthauses «Zum goldenen Strauß» eine Vorstadtbühne eröffnete. Die Kombination aus Dramaturgie und Gastronomie war damals ein bewährtes Modell, künstlerisch aber waren die Anfänge bescheiden. Wenn das Theater in historischen Quellen überhaupt erwähnt wurde, dann meist abfällig: «Das Theater in der Josefstadt gibt sich ...

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Theater heute Mai 2022
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Wolfgang Kralicek

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