Zehn Punkte für KünstlerInnen, die mit Geflüchteten arbeiten wollen
1. Prozess, nicht Produkt
Wir sind keine Ressource für dein nächstes künstlerisches Projekt. Du magst in deiner speziellen Kunst talentiert sein, aber denke nicht, dass das automatisch zu einem ethischen, verantwortlichen und selbstbestimmten Prozess führt. Beschäftige dich mit der Entwicklungsdynamik von Gruppen, aber bedenke auch, dass es keine absolut verlässliche Methode gibt. Wer und welche Institution profitiert von dem Austausch?
2.
Hinterfrage deine Absichten
Unser Kampf ist keine Gelegenheit, unser Körper keine Währung, auf der du deine Karriere aufbauen kannst. Statt dich vor allem auf das «Andere» («Wo finde ich Flüchtlinge ...» etc.) zu fokussieren, unterziehe deine eigene Intention einer kritischen Analyse. Was ist deine Motivation, an dieser konkreten Sache zu arbeiten? Warum gerade jetzt?
3. Sei dir deiner eigenen Privilegien bewusst
Welche Vorurteile und Intentionen, selbst wenn du sie als «gute Absicht» verstehst, bringst du mit? Welche soziale Position (und Macht) bringst du ein? Überlege, wieviel Raum du selbst einnimmst. Spüre, wann es Zeit ist, etwas zurückzutreten.
4. Teilhabe ist nicht immer fortschrittlich oder bestärkend
Dein Projekt mag Elemente von Teilhabe ...
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Theater heute März 2016
Rubrik: Flüchtlinge und Theater, Seite 39
von Tania Cañas
Was Heiner Müllers «Horatier» gerade heute zum Terrorismus zu sagen hat
Der namenlose Kämpfer stößt dem verwundeten Gegner, der am Boden liegt und «mit schwindender Stimme» um Schonung bittet, «sein Schwert in den Hals, daß das Blut auf die Erde» fällt, er wirft sich das blutige Schlachtkleid des Getöteten über die Schulter, steckt sich dessen Waffe in den Gürtel...
Aachen, Grenzlandtheater
11. Zeller, Die Lüge
R. Jens Pesel
Aachen, Theater
9. Melle, Partner (U)
R. Eike Hahnemann
18. Walser, Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel
R. Thomas Ladwig
19. nach Lenz, Deutschstunde
R. Bernadette Sonnenbichler
Altenburg/Gera, TPT
11. Paschinger/Stengele, Das zweischneidige Schwert (U)
R. Bernhard Stengele
13. Kästner, Geschichte eines Moralisten
R....
Bittersüße Melancholie und traumgleich verschobene Wahrnehmung – der Titel von Henriette Dushes bereits 2011 entstandener «Bühnenelegie» (ausgezeichnet mit dem Grabbe-Preis und dem Lenz-Preis für Dramatik) setzt zweifellos poetische Assoziationen frei. «Drei Spielerinnen» und einen «Männerchor von drei Stimmen» führt Dushe in diesem «dichten Birkenwald» zusammen,...
