Überlegungen zu einem digitalen Surrealismus

Was kann die Kunst mit Künstlicher Intelligenz anfangen? Und was die KI mit der Kunst? Ein Gespräch mit dem Künstler und Dramatiker Emre Akal

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Theater heute Auf die Idee, mit Ihnen über Künstliche Intelligenz zu sprechen, sind wir durch Ihr Stück «Es sagt, es liebt uns» gekommen. Zum Warmwerden vielleicht erstmal zwei Zitate, die das Spektrum vermessen. Der Shakespeare-Forscher Stephen Greenblatt hat neulich in einem Interview gesagt: «Was mir Angst macht, ist die künstliche Intelligenz, dieses vollkommen neue Phänomen, von dem wir nicht wissen, wohin es unsere Gesellschaften treiben wird.

» Vergleichsweise entspannt ist dagegen Ihr Kollege Thomas Köck, der die ganze Aufregung für übertrieben hält und in seinem Stück «ki essen seele auf (ORPHEAI)» schreibt: «KI ist nur ein Algo -rithmus, um dir noch gezielter Produkte zuordnen zu können», also eigentlich nichts Neues. Wo zwischen diesen beiden Enden des Spektrums würden Sie sich einordnen?
Emre Akal Bei 3Sat wurde ich letztens als «early adopter» bezeichnet, weil ich mich schon früh künstlerisch mit Digitalität, KI und ihren Wirkungen auf den Menschen auseinandergesetzt habe. Tatsächlich stehe ich aber der KI auch sehr kritisch gegenüber; ich beobachte die Entwicklung und versuche sie zu verstehen. Ich glaube, dass sie immens viel verändert, und selbst wenn es sich nur um ...

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Theater heute Jahrbuch 2026
Rubrik: Neue Welt, Seite 68
von

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Ur- und Erstaufführungen 26/27

Uraufführungen

A
Emre Akal

Ein Traumspiel (Düsseldorfer Schauspielhaus) 

Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey
Zerstörungslust. Elemente des demokratischen Faschismus (Theater Paderborn – Westfälische Kammerspiele) 

Sally Anger
Du musst tanzen (Comedia Colonia Theater Köln)

B
Olga Bach

Eine Sache der Auslegung (Schauspiel Köln) 

Golda Barton
Die Jane-Austen-Methode...

Geschichten eine Stimme geben

Als mich die Anfrage erreichte, ob ich eine persönliche Anregung zu den emanzipatorischen Impulsen der letzten Jahre schreiben möchte, überkamen mich zwei Gefühle: große Lust, mich dieser Aufgabe zu stellen, direkt gefolgt von der Angst, was ich denn überhaupt zu sagen habe?

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