Sieben Vorschläge für einen Anfang

Bastian Lomsché hätte ein paar Ideen, wie man in Sachsen-Anhalt und anderswo Theater machen muss

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Vorab: Ich schreibe dies aus Magdeburg im Juni. Im September werden Landtagswahlen stattfinden, seit gestern hängen Wahlplakate vor meinem Fenster. Die AfD wirbt mit «Abschieben ab Minute Eins», «Wieder stolz sein», «Das Land retten». Das scheint zu verfangen, sie steht aktuell bei über 40 Prozent und rechnet sich berechtigte Chance auf eine Alleinregierung aus. Was das im Bereich der Kultur bedeuten würde, ist im sogenannten Regierungsprogramm unmissverständlich formuliert.

Eine «patriotische Wende» soll her, man will eine diagnostizierte «Identitätsstörung heilen» und «Patriotismus fördern». Geld bekommen soll Kunst (die dann keine mehr in meinem Sinne ist), «die einen Beitrag zu deutscher Identitätsfindung leistet». Kunst, die das in den Augen der AfD nicht leistet, wird als «antideutsche Kunst und Kultur» nicht länger finanziert. So will man «Sachsen-Anhalt zum Musterland der Kulturpolitik» machen. Zusammengefasst kann man sagen: Wer nicht auf Linie der in Sachsen-Anhalt gesichert rechtsextremistischen Partei ist, dem wird der Hahn abgedreht. Weil Kulturpolitik hauptsächlich Ländersache ist, ist die Bedrohung unmittelbar und real. Die Frage «Was tun?» verengt sich in Magdeburg ...

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Theater heute Jahrbuch 2026
Rubrik: Was tun?, Seite 52
von Bastian Lomsché

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