Neue Stücke · Hinweise auf wichtige Uraufführungen und Inszenierungen · Theater-Suchlauf im Fernsehen
Neue Stücke
«Ich weiß nicht, ob er je eine Inszenierung von mir wirklich geliebt hat – mich hat er ja meistens beschimpft!» Claus Peymann macht’s gleichwohl noch einmal und inszeniert
an der Wiener Burg die Uraufführung von Peter Handkes «Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße». Protagonist «Ich» begegnet darin auf einer Landstraße allerlei (unerfreulichen) Zeitgeistgestalten, aber auch einer unbekannten, schönen, kurz: erfreulicheren Frau.
– Der Zeitgeist und seine technischen Möglichkeiten beschäftigen den Grazer Theatermacher Ed Hauswirth, der für das Schauspiel Dortmund «Ein Stück
Skype» uraufführt: «Die Liebe in Zeiten der Glasfaser». Die Game-Performer Machina eX erteilen an den Münchner Kammerspielen «Lessons of Leaking», und am Schauspiel Hannover inszeniert Christopher Rüping den Hackerfilm «23», wo außerdem Hausherr Lars-Ole Walburg Nis-Momme Stockmanns «Amerikanisches Detektivinstitut Lasso» herausbringt, «ein Musical über das Scheitern an einem Musical über Fritz Haarmann». Felicia Zeller blickt in «Zweite allgemeine Verunsicherung» tief in die Seelen von Red-Carpet-Promis und Karrierefrauen
(R. Johanna Wehner). In Leipzig versetzt sich Wolfram ...
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Theater heute Februar 2016
Rubrik: Daten, Seite 54
von
Pläne der Redaktion
Neues von Philippe Quesne:
Er leitet seit zwei Jahren das Theatre Nanterre-Amandiers und bringt seine neue Inszenie-rung «Caspar Western Friedrich» an den Münchner Kammerspielen heraus
Dimitrij Schaad ist ein «Masterpiece of Integration» – das sagt er auch selbst.
Ein Porträt
Auch im New Yorker Meltingpot ist Integration keine einfache Sache,...
Ein Kino. Febo Maris «Cenere« (1916) wird gezeigt, der einzige Film mit dem italienischen Theaterstar Eleonora Duse (1858–1924). Und mehrere Minuten dieses Films eröffnen John Neumeiers Ballett «Duse», stumm, in eine Ecke der Bühne verbannt, eine beeindruckende szenische Lösung, aber auch ein bisschen verschenkt. Denn um den heute nur schwer erhältlichen Film geht...
Dortmund, der Ort des achten Mordes des NSU-Trios, ist ein geeigneter Ort für Elfriede Jelineks «Das schweigende Mädchen». Beate Zschäpe schweigt, Elfriede Jelinek lässt sprechen. Jelinek hat sich vom schweigenden Mädchen zur schreibwütigen Nobelpreisträgerin therapiert («Ich bin schweigsam wie das Mädchen, hahaha!»). Das passt.
Michael Simons setzt als Regisseur...
