Kopp hoch!
Wie wird man wohl erinnert werden, wenn man nichts wirklich gerissen hat? «Aus uns ist eben nüscht geworden. Aber auch keen Nazi, immerhin», sagt Ralle. «War knapp, aber das ist doch wat.» Und wahrlich, das ist was. Schließlich befindet sich Ralle hier in Brandenburg, wo wie jeder seit Rainald Grebe weiß: Es steh’n drei Nazis aufm Hügel und finden keinen zum Verprügeln, in Brandenburg.
Ralle und sein Kumpel Hannes an ihrer Bushaltestelle irgendwo in der brandenburgischen Pampa sind die Underdogs par excellence.
Ostler by nature, maulig und herzig, arbeitslos und abgehängt, wie man so sagt, hocken tagein, tagaus am Bushäuschen und sinnieren, parlieren, raufen auch mal und warten, nein, nicht auf Godot, aber auf den Bus mit der hübschen Busfahrerin Kathrin. Gestartet im April 2020, hat sich Oliver Bukowskis Sitcom «Warten auf’n Bus» rasant zum Kult entwickelt. Mit Felix Kramer als wandelndem Nackenschlag Ralle und Ronald Zehrfeld als diskret belesenem Brummbären Hannes das sympathischste Haudruff-Duo seit Terence Hill und Bud Spencer. Nur dass bei ihnen das Schlagfertige nicht aus den Fäusten stammt, sondern vom lockeren Mundwerk her.
Anheuern bei Tesla
Für die zweite Staffel ...
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Theater heute Januar 2022
Rubrik: Magazin, Seite 67
von Christian Rakow
Schon der erste Moment ist auf gute Weise irritierend. Während man in den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin normalerweise auf der Tribüne Platz nimmt, sitzt man bei Jossi Wieler, der Jon Fosses neues Theaterstück «Starker Wind» inszeniert, auf der Spielfläche. Doch das begreift man erst so richtig, als sich der Vorhang lüftet und statt der Bühne der leere...
James Bond ist schon mal der elegantere Agent. Und der effektivere. Adolf Verloc in Joseph Conrads 1907 erschienenem Roman «Der Geheimagent: eine einfache Geschichte» ist dagegen ein Mitläufer, der im Jahrhundertwende-London ein bisschen in anarchistische und linke Zirkel reinschnuppert. Ein Spitzel, der der Polizei Tipps über die Umtriebe in diesen Zirkeln gibt....
AACHEN, GRENZLANDTHEATER
18. nach Fallada, Kleiner Mann – was nun?
R. Susanne Schmelcher
AACHEN, THEATER
7. Handke, Kaspar
R. Christian von Treskow
13. Günther, Ad Memoriam (U)
R. Ulrike Günther 15. Shakespeare, Ein Sommernachtstraum
R. Roland Hüve
AALEN, THEATER DER STADT
8. Hübner und Nemitz, Furor
R. Tonio Kleinknecht
14. Dordoigne und Durand-Mauptit,...
