Keine Angst vor Tiefe

Die Schauspielerin des Jahres Paulina Alpen liebt wie ihre Regisseurin angeschossene Figuren. Ein Bericht über die gemeinsame Arbeit

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Wenn ich an die letzten sieben Jahre meiner Arbeit denke, denke ich automatisch an Paulina. Mit ihr verbindet mich eine der wichtigsten Arbeitsbeziehungen meines bisherigen Theaterlebens. Schon in den ersten Proben hatte ich das Gefühl, dass wir eine ähnliche Vor -stellung davon haben, was Schauspiel eigentlich sein kann. Dass uns beide interessiert, einer Figur so nah wie möglich zu kommen – gerade dort, wo sie verletzlich wird. Wir teilen eine Liebe für angeschossene Figuren. Für Loser, Nerds, Maniacs. Für Verzweifelte.

Für Menschen, die irgendwie aus dem Gleichgewicht geraten sind. Paulina ist eine der besten Schauspielerinnen, die ich kenne. Mit einer außergewöhnlichen Durchlässigkeit geht sie dorthin, wo es weh tut, und scheut sich nicht vor den Abgründen einer Figur. Im Gegenteil: Sie sucht sie vielmehr aktiv. Sie schaut hin, wo andere vielleicht lieber wegschauen würden. Und sie schafft es, diese Verletzlichkeit nicht nur für sich zu erleben, sondern dem Publikum zugänglich zu machen. Das ist für mich eine der größten Qualitäten, die Schauspiel haben kann.

Mich interessiert die Psychologie einer Figur immer als etwas Körperliches. Ich frage nicht nur, was sie denkt oder ...

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Theater heute Jahrbuch 2026
Rubrik: Höhepunkte des Jahres, Seite 14
von Lucia Bihler

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Ur- und Erstaufführungen 26/27

Uraufführungen

A
Emre Akal

Ein Traumspiel (Düsseldorfer Schauspielhaus) 

Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey
Zerstörungslust. Elemente des demokratischen Faschismus (Theater Paderborn – Westfälische Kammerspiele) 

Sally Anger
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B
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