Ich bin keine Frühstücksdirektorin!
Franz Wille Frau Kisseler, Sie sind ein gutes halbes Jahr Präsidentin des Deutschen Bühnenvereins, traditionellerweise eher eine Aufgabe für wettergegerbte Altintendanten wie August Everding, Jürgen Flimm oder zuletzt Klaus Zehelein. Wie sind Sie in dem neuen Amt angekommen?
Barbara Kisseler Ich fühle mich von den Mitgliedern getragen.
Ich hatte im Stillen gefürchtet, dass es gegen mich als Vertreterin der Theaterträger, also der Länder und Kommunen, gewisse Vorbehalte geben könnte – einfach weil manche Intendanten und Intendantinnen im praktischen Alltag mit ihnen keine guten Erfahrungen gemacht haben. Es wird ja nie so viel Geld gezahlt, wie man gerne hätte. Solche Vorbehalte hat es erfreulicherweise nicht gegeben. Zum anderen ist eine starke präsidiale Haltung heute einfach nicht mehr zeitgemäß. Ich habe es mit sehr selbstbewussten Partnern zu tun – was ich gut finde, denn ich halte mit meiner Meinung auch nicht hinterm Berg. Da bringt es überhaupt nichts, wenn man an der Spitze irgendetwas aushandelt, das man dann allem überstülpen möchte. Ich denke, man wird im Bühnenverein auch in Zukunft viel mehr miteinander reden müssen.
FW Was sind denn genau die Aufgaben der ...
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Theater heute Februar 2016
Rubrik: Akteure, Seite 28
von Franz Wille
Aalen, Theater der Stadt
12. Vekemans, Gift – Eine Ehegeschichte
R. Tonio Kleinknecht
Altenburg/Gera, TPT
13. Lorca, Bluthochzeit
R. Akillas Karazissis (Altenburg)
Annaberg, Eduard-von-Winterstein-Theater
7. Shakespeare,
Der Widerspenstigen Zähmung
R. Tamara Korber
Augsburg, Sensemble Theater
20. Kaurismäki, I Hired a Contract Killer
R. Sebastian Seidel
Augsburg, Theater
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Gaston Salvatore war eine imposante Erscheinung, ein Mann mit einer leicht gewellten Matten-Mähne, lange schwarz, später dann grau, die sein Haupt wehrhaft wie ein Helm umgab. Natürlich steckte ein weicher, musischer Kern im Kerl, das musste jedoch nicht jeder gleich merken. Und so groß, wie er auf Fotos wirkte, war er in Wirklichkeit auch nicht. Die ersten...
Der Fall ist gleich gelöst, aber ein Herz bleibt zerrissen. Kleists «Der zerbrochne Krug», erzählt nicht so sehr als Höllensturz und Sündenfall des alten Adam, sondern als Evchen-Tragödie. Sie verliert den Glauben an die Menschheit. Ihr allein gehört zunächst die Bühne in den Bochumer Kammerspielen: Eves seelischer Not, die alles aussagen könnte, aber nichts sagen...
