Hier wird nicht rumvereinzelt!

Markus Scheumann erinnert sich an den Impulserhaltungssatz aus dem Physikunterricht

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Was tun? Um es vorweg zu gestehen: Natürlich habe ich keine Ahnung, was zu tun ist, um emanzipatorische Impulse nicht absterben zu lassen. Geht man allerdings davon aus, dass ein einmal gegebener Impuls nicht so einfach aus der Welt zu schaffen ist (ich erinnere mich ganz vage an den Impulserhaltungssatz aus dem Physikunterricht), habe ich die Hoffnung, dass all diese Impulse der letzten Jahre ihre Wirkung erhalten und entfalten werden. Vielleicht schlägt er so, der Impuls der Zeit: Zwei Schläge vor, einer zurück.

Was heißt das für das Theater? All diejenigen, die fürchten, nicht mehr mitzukommen vor lauter emanzipatorischen Impulsen, sollten wir einladen, an die Hand nehmen und sanft hineinbegleiten in die wahren, schönen und guten Räume des Theaters. Die architektonischen, die gedanklichen, die zwischenmenschlichen.

Dann flüstern wir ihnen leise zu, dass alles nicht so schlimm wird, dass sie nun entspannen können, dass sie möglicherweise sogar lebendig wieder herauskommen. Nur als andere. Als sie befürchtet hatten. Denn ein solcher Prozess ist kein kurzer, der ihnen gemacht wird. Es ist ein längerer. Das Urteil sprechen sie am Ende selbst, über uns, über sich, die Überführten. ...

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Theater heute Jahrbuch 2026
Rubrik: Was tun?, Seite 63
von Markus Scheumann

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