Glück im Bau
Wovon andernorts schon lange keiner mehr zu träumen wagt, in München gelingt es derzeit fast reibungslos und geradezu in Serie: Ganz ohne Skandale, Budgetüberschreitungen oder Baumängel reihen sich in diesem Herbst die Einweihungen neu gebauter städtischer Spielstätten – alles noch Vor-Corona-Planungen, versteht sich, denn im laufenden Haushaltsjahr und womöglich auch im kommenden müssen auch die Münchner sparen.
Den Anfang machte im September der Ersatzbau für das sanierungsbedürftige «Schwere Reiter» auf dem Gelände des Kreativquartiers am Leonrodplatz, Spielort für freies Theater, Musik und Tanz. Und schon hier kann sich die Interimslösung sehen lassen: mit imposanter Spundwandfassade und 1:1-Übertragung der bisherigen Bühnenmaße (leider auch der geringen Raumhöhe, da wäre noch Luft nach oben gewesen), ergänzt um ein Studio und endlich auch mit getrennten Toiletten für Publikum und Auftretende. An die schroff und im Inneren hell strahlende Kunst-Werft, vom Architekturbüro Mahlknecht Herrle für gerade mal 3,5 Millionen Euro als recycelbares Provisorium konzipiert, könnte man sich auch auf Dauer gewöhnen. Ebenso wie an das drei Wochen später eröffnete Ausweichquartier für die ...
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Theater heute Dezember 2021
Rubrik: Theaterneubau, Seite 44
von Silvia Stammen
Manchmal träumt Nina nachts von endlosen Menschenschlangen, in denen eine Frau nackt hinter der anderen steht. «Das Einzige, was ich weiß, ist, dass es Mütter und Töchter sind. (…) Das verstehe ich an der Art, wie sie aneinander vorbeischauen. Aber sie suchen sich.» Vielleicht deshalb erzählt Ninas Mutter Tatjana auch nicht ihrer eigenen, sondern der Tochter ihrer...
«Was macht man als Glück suchender Nicht-Philosoph?», fragt Carl Hegemann. «Vielleicht geht man ins Theater.» Und entwickelt so in seinem Text «Glücklich im Unglück» eine Art praxisbezogene Dramaturgie: «In der Tragödie bestimmt das Theater das Glück, indem es das Unglück ausspricht, vielleicht noch drastischer und deutlicher als dies im Bereich des reinen Denkens...
ALTENBURG GERA, THEATER
12. nach den Gebrüdern Grimm, Das tapfere Schneiderlein
R. Manuel Kressin
ANSBACH, THEATER
4. Willemsen, Habe Häuschen. Da würden wir leben
R. Robert Arnold
16. Jacobs und Netenjacob, Extrawurst
R. Axel Krauße
BADEN-BADEN, THEATER
4. Tabori, Mutters Courage
R. Franziska Stuhr
BASEL, THEATER
4. nach Balzac, Verlorene Illusionen
R....
