Die normalisierte Verengung

Safira Robens will Institutionen verändern und setzt auf den Unterschied, den eigenes Handeln macht

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Spielzeit 2025/26. Kyiw unter Raketenfeuer. Gaza in Trümmern. Der Sudan versinkt im Bürgerkrieg. Im Persischen Golf brennen Öltanker. Myanmar bombardiert Dörfer. Europa diskutiert Aufrüstung und Wehrpflicht. Die Welt zählt so viele bewaffnete Konflikte wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Drohnenangriffe, Stromausfälle, Hunger, Flucht, Zerstörung. Demokratien geraten unter Druck, Desinformation und Deepfakes verändern politische Realitäten, während rechte Parteien Wahlerfolge feiern und Kulturhaushalte schrumpfen.

Und irgendwo zwischen all dem entsteht wieder ein Spielplan.

Nach dieser Spielzeit stellt sich nicht die Frage, ob Theater relevant ist. Die Frage lautet vielmehr: Wie reagiert eine Kunstform auf eine Gegenwart, die sich permanent im Ausnahme -zustand befindet? Und wie gehen ihre Institutionen mit einem gesellschaftlichen Backlash um, der längst auch die Kultur -landschaft erreicht hat?

Noch vor wenigen Jahren schienen Debatten über Diversität, Repräsentation, Machtstrukturen und Klimapolitik zumindest in Bewegung geraten zu sein. Heute hört man Caster:innen Sätze sagen wie: «Immerhin ist das mit der Political Correctness jetzt endlich vorbei.» Blackfacing geistert weiterhin ...

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Theater heute Jahrbuch 2026
Rubrik: Was tun?, Seite 53
von Safira Robens

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