Die Freiheit im Rückenmark

Nairi Hadodo ruft dazu auf, sich aufzurichten und Menschen in ihrer Würde zu sehen

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Was tun? In erster Linie in einem Bewusstsein leben, welches Aufrichtung erfordert. Aufrichtung der Wirbelsäule vom Steißbein bis hoch zur Schädeldecke. Die Faszien sich auseinanderziehen lassen, die Muskeln neuen Reizen aussetzen, die Sehnen arrogant über die gesamte Knochenlänge hinauswachsen lassen und tief in die Lungen atmen. (Und wenn man ganz besonders gute Laune hat, das innere Zwinkern des eigenen Größenwahnsinns unsichtbar über die Schädeldecke hinaus fließen lassen ...

)

Es gibt ein systematisches Interesse daran, uns als Gesellschaft daran zu hindern, uns unseres eigenen Aufrichtens bewusst zu werden. Ich rede ganz klar von dem Aufrichten, das mit Disziplin, Penetranz und Übung als Rückgrat gelesen werden kann. Die Aufrichtung, die mit Repetition selbstverständlich wird. Die Art und Weise, wie du deinen Körper hältst, beeinflusst, wie du deine Umwelt wahrnimmst. Aufgerichtet der Welt zu begegnen, mit erhobenem Kopf Räume zu betreten, stolz und mit entspannten Schultern Ansprüche zu stellen, führt zu einem differenzierteren und angstfreieren Umgang mit sich selbst und der eigenen Umwelt.

Die politische Unterwanderung dieses intuitiven Strotzens, welches wir alle in uns ...

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Theater heute Jahrbuch 2026
Rubrik: Was tun?, Seite 54
von Nairi Hadodo

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