Wunder der Akustik

Orange, Chorégies d'Orange, Offenbach: Les Contes d'Hoffmann

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Ein junger Mann im Orchestergraben hatte die wich­tigste unter den vielen stummen Rollen des Abends. Seine Aufgabe bestand darin, die gerade benutzten Seiten der Dirigierpartitur festzuhalten und gegen die Windstöße des Mistral zu verteidigen. Er machte seine Sache gut. Und auch Michel Plasson war die Ruhe selbst: Er hat mehr Produktionen im Amphitheater von Orange geleitet als jeder andere Dirigent. Wann es auf Schutzmanngesten und simple Koordination im Riesenraum ankommt und wann orchestrales Filigran machbar und hörbar ist, das entschied er mit traumwandlerischer Sicherheit.

Ganz abgesehen davon, dass er es fertig brachte, das Orchester blitzartig auf kleine Wunsch-Ritardandi der Sänger einzuschwören.
Orange, das heißt Oper für neuntausend Zuhörer. Man kommt gegen sieben. Da hat es immer noch über dreißig Grad in der Sonne, und die Altstadt ist ein ein­ziges Restaurant. Tische und Stühle füllen fast jeden Quadratmeter der Gassen. Der Verkauf von Sitzkissen läuft prächtig, und die «Hoffmann»-CD, die kostümierte Händler überall anbieten, ist eine kluge Wahl: die Aufnahme mit Gedda unter Cluytens. Ab Viertel nach neun wird die Masse eine halbe Stunde lang per Lautsprecher auf ihre ...

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Opernwelt September/Oktober 2005
Rubrik: Panorama, Seite 62
von Stephan Mösch

Vergriffen
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In den Ruinen der Wünsche

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Zu Unrecht vergessen

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