Knäbische Alpträume, kriegerische Amouren
Im Jubiläumsjahr 2006 wollen die Salzburger Festspiele alle zweiundzwanzig Mozart-Opern szenisch aufführen. Die großen Stücke werden von den Festspielen selbst produziert. «Don Giovanni» und «La clemenza di Tito», von Martin Kusej inszeniert, liegen schon vor. In Herrmann-Inszenierungen existieren bereits «Così fan tutte» und, noch aus der Mortier-Ära, «Idomeneo». Im Jubeljahr selbst erscheint eine neue «Hochzeit des Figaro», von Harnoncourt dirigiert, mit Claus Guth als Regisseur.
Mit zwei Premieren arbeiteten sich die Festspiele jetzt wieder ein Stückchen auf den großen Showdown vor.
«Die Zauberflöte» hielt eine Attraktion bereit: die Rückkehr Riccardo Mutis als Operndirigent zu den Festspielen. Man erinnere sich: Zu Beginn der Mortier-Zeit stieg der Dirigent bei der von den Herrmanns inszenierten «La clemenza di Tito» wegen unüberbrückbarer Meinungsverschiedenheiten aus. Danach versuchten es die Festspiele noch einmal mit Muti für Verdis «La traviata». Wieder gab es ständig Differenzen mit dem Regisseur. Auch mit dem von Muti selbst empfohlenen Graham Vick soll er nicht immer übereingestimmt haben. Vielleicht sollte Muti es doch Karajan gleichtun und auch noch selbst ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Auch Sammler historischer Gesangsaufnahmen, die schon (fast) alles zu besitzen glauben, können auf dem quantitativ immer mehr expandierenden Markt ständig neue Entdeckungen machen. Das englische Budget Label Dutton hat nun unter dem Titel «The lighter side of Emmy» eine Sammlung von Schmonzetten publiziert, die für den Geschmack der zwanziger Jahre nicht untypisch...
Leider ist Lioba Braun nicht mehr in Bayreuth präsent, singt Ortrud und Brangäne nun in Dresden, Fricka in Neapel oder Venus in Los Angeles. Doch auf ihrer ersten Solo-CD bei Sony sind nun ihre Sieglinde, Kundry, Waltraute und – neben den betörend erotisch, ja strahlend gesungenen Wesendonck-Liedern – auch das «Tristan»-Vorspiel und Isoldes Liebestod als...
Auch wenn Carl Nielsens «Maskerade» es während des diesjährigen Festivalsommers auf die Bregenzer Seebühne geschafft hat und gelegentlich sogar ganz neue Operntöne nordischer Abkunft ins Programm genommen werden – Musiktheater aus den skandinavischen Ländern ist südlich der Ostsee nach wie vor eine weitgehend unbekannte Größe. Das gilt besonders für Werke aus...
