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Opernwelt August 2007
Rubrik: Magazin, Seite 26
von Matthias Nöther

Vergriffen
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Editorial

Als Theodor W. Adorno 1967 bei einem Kongress in Graz öffentlich über Musikkritik nachdachte, hatte er leicht reden. Die Jahre, in denen er ­regelmäßig Musikkritiken geschrieben hatte, lagen lange zurück, und von den Bedürfnissen des Marktes hielt er sowieso nichts. Adorno sprach also Ideal­typisches. Gerade deswegen hatte er mit (fast) jedem Satz Recht. Er betonte...

Stupende Reinheit, anrührende Zartheit, natürlicher Duktus

Claude Debussys musiktheatralisches Meisterwerk hatte in Russland einen schweren Stand. Dreizehn Jahre nach der Pariser Uraufführung 1902 ereilte «Pelléas et Mélisande» am Petrograder Theater ein kurzes, unglückliches Bühnenschicksal – in Gestalt einer Produk­tion, die nur einen Torso des Originals und den obendrein in russischer Sprache präsentierte. Erst jetzt,...

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