Weil nicht sein kann, was nicht sein darf
Es sind so viele Emotionen an diesem Abend», sagt Chefdirigent François-Xavier Roth, und sein Blick nach einer beeindruckend bedrückenden Interpretation von Anton Bruckners Achter Sinfonie sagt alles. Da hat ein Orchester gewissermaßen sein eigenes Requiem gespielt. «Mysterium» – «Apokalyptische» lauten die Beinamen des gewaltigen sinfonischen Werks. An diesem Abend im ausverkauften Freiburger Konzerthaus kommen noch weitere hinzu: Roth und das SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg arbeiten das Unerbittliche der Musik heraus, ihre unendliche Traurigkeit.
Anlass dazu besteht genug. Wenige Stunden zuvor hat eine so genannte Träger- und Geberkonferenz den rund 100 Musikern alle Hoffnung auf ein Happy End, auf ein eigenständiges Fortbestehen des Klangkörpers geraubt. Keine ausreichende Finanzierung für eine Stiftungslösung, laute das Ergebnis, verkünden der Freiburger Oberbürgermeister Dieter Salomon und SWR-Intendant Peter Boudgoust am Ende geschäftsmäßig. Zwei Tage danach wird der Rundfunkrat des Senders die Öffnungsklausel aus dem Fusionsvertrag tilgen. Die Uhr tickt unerbittlich, im Herbst 2016 werden das SWR-Sinfonieorchester (SO) und das Radio-Sinfonieorchester ...
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Opernwelt September/Oktober 2014
Rubrik: Magazin, Seite 94
von Alexander Dick
Eine frühe Aufnahme ist erhalten, aus den Sechzigern dürfte sie sein. Da steht er vor dem Orchester der römischen RAI, jung, rank, Afro-Frisur, und entfesselt Wagners «Meistersinger»-Vorspiel. Doch kein Stürmer und Dränger ist am Werk, der jugendfrisch charmiert. Lorin Maazel war schon viel weiter. Mit der Rechten werden die Wogen energisch kanalisiert, der...
ARD-ALPHA
7.9. – 20.15 Uhr
Jedes Ding hat seine Zeit.
Film von Eckhart Schmidt über Sena Jurinac.
14./21./28.9./3.10. – 11.00 Uhr
Lorin Maazel dirigiert
1. Dvorák: Symphonie Nr. 9 e-moll, op. 93;
2. Ravel: Rhapsodie espagnole, Strawinsky: Le Sacre du printemps;
3. Mozart: Symphonie C-Dur KV 551;
4. Bruckner: Symphonie Nr. 8.
21.9. – 20.15 Uhr
Jörg Widmann.
Porträt...
Herr Villazón, Sie singen viel, aber mittlerweile inszenieren auch Sie fast so viel wie hauptberufliche Regisseure. Wann haben Sie eigentlich die Zeit gefunden, das Buch zu schreiben? Zwischen zwei und vier Uhr morgens?
Zu Beginn des Prozesses nehme ich, wenn immer ich kann, hie und da ein, zwei Stunden Zeit zum Schreiben, später sind es oft ganze Tage am Stück. Ich...
