Wechsel mit Wehmut

Ulrich Peters geht 2012 von München nach Münster – und präsentiert in seiner vorletzten Spielzeit am Gärtnerplatz Philip Glass’ «Untergang des Hauses Usher» im Butoh-Look

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Ach, diese Münchner Kulturschickeria. «Sehr schnell auf die Nerven» könne die einem gehen. Und dann erst die Politik: zunächst umarmt, «dann wieder eiskalt im Stich gelassen». Das, was Ulrich Peters der Zeitung seines baldigen Wirkungsortes Münster anvertraute, riecht vor allem nach einem: nach verbrannter Erde. Vor dem Sprung vom Theater Augsburg nach München hatte das noch ganz anders geklungen. «Ich liebe diese Stadt», hatte Peters damals geschwärmt. Ein Studententraum sei in Erfüllung gegangen: endlich Chef am Gärtnerplatz.

Die Enttäuschung über die Nicht-Verlängerung seines Münchner Vertrags treibt den 55-Jährigen weiterhin um und zu verbal Fragwürdigem. Dabei hat, und das ist fast das Tragische an seiner Situation, das Gärtnerplatztheater jetzt, in der vorletzten Peters-Saison, Tritt gefasst. Eine Reihe achtbarer bis geglückter Produktionen kamen heraus, zuletzt «Der Untergang des Hauses Usher» von Philip Glass.

Dass die Opern des US-Vielschreibers zu stilisierter Regie anstacheln, ist nicht neu. Carlos Wagner wählte einen eigenen, eindrücklichen Weg. Er vertraute auf das Vokabular des japanischen Ausdruckstanzes Butoh. Zu bestaunen ist  ein Geschehen, das sich im bläulichen ...

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Opernwelt Mai 2011
Rubrik: Magazin, Seite 73
von Markus Thiel

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