Was kommt... September/Oktober 2021
Vielstimmig
Die Kulisse ist schlichtweg atemraubend. Vor allem am Abend, wenn die Sonne am Horizont verschwindet und die Arena Sferisterio, in der schon Luciano Pavarotti, Montserrat Caballé, Plácido Domingo und Marilyn Horne auftraten, nur noch von vokalem Glanz erleuchtet wird. 100 Jahre wird das Macerata Festival in diesem Jahr. Wir sind dabei
Vielseitig
Diese Frau gebietet über einige Talente. Sie hat Germanistik und Philosophie studiert, war Schlagzeugerin und Songwriterin, führte Regie im Schauspiel wie in der Oper.
Nun steht Barbara Frey an der Spitze der Ruhrtriennale und präsentiert ein abwechslungsreiches Programm. Wir sind gespannt
Vielversprechend
Seine Spezialität sind die sehnsuchtsvoll Liebenden. Alfredo, Rodolfo, Des Grieux, Faust, Lenski, Cassio, Hoffmann und der Herzog von Mantua. In all diesen Rollen vermag der französische Tenor Benjamin Bernheim das Publikum zu Tränen zu rühren. Ein Interview
Jahrbuch 2021
Es war eine schwierige, komplexe, von vielen Unabwägbarkeiten dominierte Spielzeit. Eine Spielzeit, in der es weniger darum ging, wer das «Opernhaus des Jahres» sein könnte, wer « Sänger» und wer «Sängerin des Jahres». Sondern vielmehr darum, wie wichtig ...
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Opernwelt September/Oktober 2021
Rubrik: Service, Seite 104
von Red.
Wirklich furchterregend ist das Biest, das da, aus der Bühnentiefe des Festspielhauses geschlüpft, über einen hinwegbraust, auf mächtigen Schwingen, mit grünem Schuppenkleid und einem Maul voll gezackter Zähne, aus dem Feuerstrahlen schießen. Wie sich halt Richard Wagner seinen Drachen dachte, der schon zur Uraufführung des «Siegfried» nur unvollständig realisiert...
Die Trachtenjanker und Gamsbärte, die Dirndl und kunstvoll gezwirbelten Flechtfrisuren im Publikum gibt es nicht mehr. 1998 konnte man sie noch bewundern, als dieses Event wie ein Ufo in dem Tiroler Dorf unweit des Inns landete und dabei das Passionsspielhaus in Beschlag nahm. Doch Wagners «Rheingold» als Gründungsstück der Tiroler Festspiele (damals mit Albert...
Es gibt Künstler, deren Ästhetik wie Œuvre relativ homogen, wenn nicht gar monolithisch wirken: Bei aller Entwicklung, auch Variabilität, wirken sie quasi einschichtig, kaum durch Brüche, Widersprüche gefährdet. Was hohe Komplexität keineswegs ausschließt. Komponisten wie Mussorgsky, Bruckner, Webern, Varèse eindimensional zu nennen, käme einem schwerlich in den...
