Was kommt... Januar 2022

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Jahrhundertsängerin
Sie wusste, wann sie aufhören musste. 1973, im Alter von 51 Jahren, stand Renata Tebaldi als Desdemona in Verdis «Otello», einer ihrer Paraderollen, letztmalig auf der Bühne der Metropolitan Opera, jenem Haus, an dem sie 17 Jahre lang fast alle großen Sopranrollen gesungen hatte: Tosca, Violetta Valery, Aida, Amelia, Maddalena, Mimì, Manon Lescaut und die «La forza»-Leonora. Ihr Gesang war unvergleichlich, ihre Erscheinung einmalig.  Am 1. Februar wäre sie 100 geworden.

Eine Würdigung

Jungstar
«Ein Wunderkind wird erwachsen.» So lautet der Titel eines Films über Äneas Humm, mit dem Zusatz: «auf dem Weg zu einer Weltkarriere». Ob er sie macht, wird die Zukunft weisen. Doch schon in den letzten Jahren hat der Bariton, seit 2020 Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters Karlsruhe, einige exzellente Proben seines Könnens gegeben, und das gleichermaßen in der Oper wie im Lied. Zeit für ein Gespräch

Jeunesse dorée
Was für eine Bilderbuchkarriere: Binnen weniger Spielzeiten ist Elsa Dreisig vom hochbegabten Mitglied des Opernstudios der Berliner Lindenoper zu einem internationalen Star avanciert und hat auf diesem Weg faszinierende Rollenporträts auf die Bühne ...

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Opernwelt Januar 2022
Rubrik: Service, Seite 80
von Red.

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«Gwaldže brider wos shloft ir?»

Simon Laks wurde am 1. November 1901 in Warschau geboren. Am selben Tag wie der bedeutende Musikwissenschaftler Hans Heinz Stuckenschmidt, der am 1. November 1901 in Strasbourg das noch recht optimistisch leuchtende Licht der Welt erblickte. Stuckenschmidt verbat man bereits 1934 das Schreiben und Publizieren, hatte er sich doch nachhaltig für jüdische Musikerinnen...

Ganz nah am Drama

Dem (Ver)fall des Otello sieht man von ganz nah zu. Die Opernbühne ist nach vorne gerückt, endet direkt vor der ersten Publikumsreihe. Der Orchestergraben, abgedeckt, wird zur Spielfläche. Die Musiker sitzen – von den Spielenden getrennt durch eine Gaze – im Hintergrund, in goldbraunem Licht schemenhaft sichtbar. Auch der Chor ist nicht weit entfernt: Er steht im...

Erinnerungswürdig

Seit dem Amtsantritt von Yannick Nézet-Séguin als Musikdirektor der Metropolitan Opera in der Saison 2018/19 legt das Haus – in diesen Dingen seit Mitte der 1930er-Jahre unbeständig und erst seit einigen Jahren langsam wieder im Aufwind – erkennbar größeren Wert auf die zeitgenössische Musik. Nach der Saisoneröffnung mit «Fire Shut Up in My Bones» von Terence...