Spielpläne
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Seine Miene konnte mürrisch sein, sein Ausdruck melancholisch. Ein düsterer Charakter? Im Gegenteil. «Heiter, umgänglich, vergnügt und von Natur aus buffonesk». So beschreibt Giuseppe Carpani Joseph Haydn. Carpani, Zeitgenosse des Komponisten, Literat und Musikinfizierter, hat mit Haydn vierhändig gespielt und nach dessen Tod einen Band mit fiktiven Briefen...
Dieses Gesicht brennt sich ins Gedächtnis ein. Eine Frau ringend mit dem Tod. Vermutlich hat sie ein Stück Fleisch verschluckt. Exakt eingefangen ist der Moment, in dem ihr bewusst wird, dass sie sterben könnte. Ein Gesicht, das Schmerz, Unglauben, Verständnislosigkeit und Angst zugleich ausdrückt. Die riesige Figur, zu der es gehört, ist ein Werk der katalanischen...
Ein Entrinnen gibt es nicht. Für niemanden. Nicht einmal für Alexandr Petrovic Gorjancikov, dem der Platzmajor am Ende doch eigentlich die Freiheit schenkt. Und wie alle Gefangenen in Leos Janáceks visionärer Gulag-Oper scheint dieser Gorjancikov schon immer zu der uniformen Masse zu gehören, die während des Vorspiels und zu den finalen Orchestertönen reglos auf...
