Schüsse, Bisse

Am Theater Trier hat Karl M. Sibelius als Generalintendant das Ruder übernommen. Es geht hoch her

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Hereinspaziert, hereinspaziert! Es ist schwer was los im Trierer Dreispartenhaus. Karl M. Sibelius, der neue Intendant, macht mächtig Dampf. Allein das Musiktheater stemmte zwischen Saisonauftakt und Jahresende fünf Premieren. Zuletzt war der Schauspieler, Regisseur und Kulturmanager, der nun in der Römerstadt alles anders machen will als sein Vorgänger Gerhard Weber, Intendant am kleinen Theater an der Rott im niederbayerischen Eggenfelden. Sibelius gilt als Wirbelwind, als Mann des Wandels, der Chancen sieht, wo andere die Waffen strecken. Deshalb haben ihn die Trierer Politiker berufen.

Man wollte einen Neustart. Das Haus soll sich neu erfinden, auch aus der Not. In eine Anstalt des öffentlichen Rechts soll es verwandelt werden, eine Modernisierung des sanierungsbedürftigen Gebäudes (Baujahr 1964) scheint in greifbare Nähe gerückt. Erstaunliche Pläne, wenn man bedenkt, dass noch vor Kurzem der Fortbestand des Theaters in Frage stand, ein Fall für die Rote Liste des Deutschen Kulturrats.

Sibelius ging das neue Amt forsch an, streitlustig, aber auch wetterwendisch. Ein Neubau? Erst wollte er, dann lieber doch nicht. Ein neuer Generalmusikdirektor? Erst pochte er auf eine ...

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Opernwelt Februar 2016
Rubrik: Magazin, Seite 76
von Claus Ambrosius

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