Querbeet

Die Sopranistin Pumeza Matshikiza durfte bei der Decca ihr zweites CD-Programm einspielen

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Die Zeiten, wo ein Vertrag bei ­einem großen Label die Weltkarriere verhieß, sind auch bei der Decca vorbei. Zuletzt sind CD-Versuchsballons mit Danielle de Niese oder Nicole Cabell rasch wieder ­gesunken. Nach ihrer erfolgreichen Debüt-CD «Voice of Hope» (vor zwei Jahren) gibt man Pumeza Mat­shikiza nun eine zweite, verdiente CD-Chance.



Bei der diesmal fast ganz klassisch ausgefallenen «Arien»-Platte (die Vorgänger-CD enthielt auch ­Miriam Makeba-Nummern) zeigt schon der Titel, dass die Marketing-Abteilung sehr rasch gearbeitet – und nicht einmal richtig hingeschaut hat. Lieder wie Faurés «Après un rêve» oder Reynaldo Hahns «À Chloris», in leicht gaumigem Französisch dargeboten, werden auch dann keine (Opern-)Arien, wenn sie – mit etlichen Orchesterfedern ausstaffiert – in die Arrangier-Mauser gegeben wurden. Mit Yradiers unverwüstlicher «La Paloma» wird die Grenze zum Schlager keck überschritten. Unter den echten Operntiteln findet zwischen Purcell, Mozart, Puccini (Mimì, Liù, Suor Angelica) und Catalani («La Wally») alles Platz, was sich in 53 Minuten aus einer Aufnahmewoche im Juni 2015 unterbringen ließ. Das Album, «auf Teufel komm raus» zusammenprogrammiert, mutet so nicht wie ...

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Opernwelt Juni 2016
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 31
von Kai Luehrs-Kaiser

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