Repertoiretauglich
Die Geschichte der Opera buffa setzt bekanntlich mit den komischen Intermezzi ein, die in den Pausen ausladender heroischer Opern gegeben wurden. Pergolesis «La serva padrona» ist ein Modellfall der Gattung. Aber auch «Pimpino-ne» wird in der Version von Telemann (1725) noch heute gelegentlich gespielt. Allerdings ist diese deutsche Variante nichts anderes als ein Remake eines früheren Stücks von Tommaso Albinoni (1708): Die Magd Vespetta wird hier durch List und Schmeichelei zur Herrin.
Ihre vorher zur Schau gestellte Sanftmütigkeit, Frömmigkeit und Unterwürfigkeit schlägt nach der Eheschließung in Biestigkeit, Koketterie und Herrschsucht um. Ein Thema, das die Opera buffa bis in ihre Ausläufer im 19. Jahrhundert begleitet. Prominentestes Beispiel: Donizettis «Don Pasquale».
«La Dirindina» (1715) von Domenico Scarlatti führt eine Gesangselevin vor, die eine Lektion fürs Leben beigebracht bekommt: Die Kunst, sich zu vermarkten, verspricht mehr Erfolg als eine solide musikalische Ausbildung. Das komische Ende der kleinen Farce besteht darin, dass der brave Musiklehrer eine szenische Probe, die sein Widersacher mit seinem Schützling durchführt, für bare Münze nimmt. Musikalisch ...
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Opernwelt Juni 2016
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 26
von Ekkehard Pluta
Ist Braunschweig das neue Bielefeld? Das Staatstheater zeigt sich seit einiger Zeit ähnlich neugierig wie das Bielefelder Haus unter John Dew, der in den 80er- und frühen 90er-Jahren die einstige Seidenweber-Stadt mit Opernentdeckungen in die Feuilletons auch überregionaler Blätter brachte. In Niedersachsen liegt der Schwerpunkt dabei auf angelsächsischen Themen –...
JUBILARE
1926 in Melbourne geboren, schloss Denis Vaughan 1947 an der Universität seiner Heimatstadt ein Musikstudium ab und setzte seine Ausbildung mithilfe eines Stipendiums am Royal College of Music in England fort, wo er Orgel und Kontrabass studierte. 1950 trat er dem Royal Philharmonic Orchestra unter Thomas Beecham bei, bevor er zum Assistant Conductor und...
Bald ist es wieder so weit. Das Budapest Festival Orchestra (BFO) hat zur großen Tanz-Party auf den Heldenplatz geladen. Rund 500 Kinder aus allen Teilen Ungarns will Iván Fischer, der das Orchester 1983 gemeinsam mit Zoltán Kocsis gründete, am 3. Juni in der Hauptstadt begrüßen. Die meisten kommen aus armen Familien, aus strukturschwachen Landstrichen, die es...
