Personalien, Meldungen Februar 2022
JUBILARE
Param Vir kam in Neu-Delhi zur Welt. Im Alter von neun Jahren begann er, Klavierunterricht zu nehmen und begeisterte sich für Musik. Als 14-Jähriger fing er an zu komponieren und lernte den deutschen, damals in
Delhi lebenden Komponisten Hans-Joachim Koellreutter kennen, der ihn in Kontrapunkt und Harmonielehre einführte und mit der Zwölftonmusik bekannt machte. Virs frühe Kompositionen weckten das Interesse von Peter Maxwell Davies, der ihn 1983 mit einem Stipendium zur Dartington Summer School einlud.
Kurz darauf beendete Vir sein Philosophiestudium in Delhi und übersiedelte nach London, um bei Maxwell Davies und Oliver Knussen Komposition zu studieren – mit immensem Erfolg: Innerhalb von drei Jahren gewann er den Benjamin-Britten-Kompositionspreis (Aldeburgh), den Kucyna International Composition Prize (Boston), den Tippett Composition Award (Dartington) und den Performing Right Society Composition Prize (London). Seit den 1990er-Jahren trat Vir als Opernkomponist hervor. Seine beiden Einakter – «Broken Strings» und «Snatched by the Gods» – waren von Hans Werner Henze für die Münchner Biennale 1992 als Produktion der Nederlandse Opera in einer Inszenierung von Pierre ...
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Opernwelt Februar 2022
Rubrik: Service, Seite 56
von Andrea Kaiser
Durch die Fensterfronten zucken die abendlichen Lichter des Alexanderplatzes. In der Raummitte zeigen Monitore, zu einem Altar aufgetürmt, flackernde Bilder von leeren Zuschauerreihen, Sängern und Darstellern in Aktion. Drumherum ein Schlagzeug, ein Kontrabass und ein Live-Elektronik-Set-up aus Laptop und Mischpult. Wie aus einer versunkenen Welt erschallen aus...
An einer Stelle wird Titus Engel, neben Kirill Petrenko «Dirigent des Jahres» 2020 in der «Opernwelt», an diesem Abend in der Bayerischen Staatsoper vom pandemiebedingt geviertelten Publikum für mehrere Sekunden unterbrochen. «Buh»-Stürme verhindern kurzzeitig sein Weiterdirigieren. Dabei kann Engel überhaupt nichts dafür, dass sich hier – im eiskalten München –...
«Poison!» schrieb der belgische, aber in Paris lebende und lehrende Organist und Komponist César Franck in dicken Lettern auf die Partitur von «Tristan und Isolde», die in der kurzen Blütezeit des französischen Wagnérisme geradezu ein Kultobjekt unter seinen Kollegen war. Aber er konnte es nicht verhindern, dass dieses «Gift» auch bei seinen Schülern Vincent...
