Noch eine Elphie

Dresden hat seinen Kulturpalast wieder, rundsaniert, mit 1800 Plätzen und schöner Akustik

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Zum Lachen geht man in Dresden jetzt in den Keller: Das Kabarett «Herkuleskeule» hat nämlich eine neue Spielstätte, im Untergeschoss des Kulturpalasts. Durch die Entscheidung, dem 1969 symbolträchtig ins historische Zentrum geklotzten Bau seine Außenhaut zu lassen, ihn innen aber völlig zu entkernen, entstand zusätzlicher Raum: Die riesige, für Orchesterkonzerte eigentlich unbrauchbare Multifunktionshalle wurde durch einen akustisch auf Klassik-Bedingungen ausgelegten 1800-Plätze-Saal ersetzt, um den sich auf zwei Etagen nun die lichte, benutzerfreundliche Zentralbibliothek schmiegt.

Das Büro für die geplante Bewerbung Dresdens zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025 fand ebenso Platz wie ein «Zentrum für Baukultur», ein Restaurant und eben die «Herkuleskeule». 100 Millionen Euro hat die Stadt investiert, für die offiziellen Eröffnungsfeierlichkeiten am letzten April-Wochenende hielten die Handwerker kurz inne. Erst in fünf Monaten aber wird alles fertig sein, dann startet der Regelbetrieb mit der Einweihung der Konzertorgel.

Wie wichtig der Staatsführung die damals größte Versammlungsstätte der DDR war, zeigt sich an den edlen Materialien, die im Kulturpalast verbaut wurden: ...

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Opernwelt Juni 2017
Rubrik: Magazin, Seite 80
von Frederik Hanssen

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