«Nicht für eine Million!»

Die Sopranistin Elsa Dreisig hat dänisch-französische Wurzeln, studierte in Leizpig und Paris - und sang unter anderem die Partien von Pamina, Violetta, Micaëla, Manon und Zerlina. Ein Gespräch über vergangene und zukünftige Rollen

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Frau Dreisig, ich nehme unser Interview mit meinem Smartphone auf. Ist das in Ordnung für Sie?
Natürlich. Ich lege mein Handy bei den Proben immer in den Zuschauerraum.

Um dann mit dem Mitschnitt nachzuarbeiten?
Genau. Nach der Probe höre ich alles an. Und dann weiß ich genau, wo ich bei der Intonation aufpassen muss oder wo ich zu kräftig war.

Sie haben dänisch-französische Wurzeln. Ich wusste gar nicht, wie fantastisch Sie Deutsch sprechen.


Am Opernstudio der Staatsoper Berlin musste man Deutsch lernen!

Sie haben also hier im Hause Deutschunterricht bekommen?
Ja. Die Staatsoper macht das sehr gut, so dass man nicht nur Englisch redet. Wenn man die Sprache selbst spricht, dann lernt man viel besser. Seit letztem März war ich nicht in Berlin und überhaupt gar nicht in Deutschland – und da geht viel verloren. Ich merke jetzt selbst: «Aah! Ich muss unbedingt wieder Unterricht nehmen!»

In Paris und Leipzig haben Sie studiert. An der Musikhochschule Leipzig wurden Sie aber auch auf Deutsch unterrichtet, oder?
Ja, aber damals konnte ich kein Wort Deutsch. Ich bin als Erasmus-Studentin nach Leipzig mit der Idee gegangen, unbedingt Deutsch zu lernen. In der Schule hatte ich ...

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Opernwelt Februar 2022
Rubrik: Interview, Seite 30
von Arno Lücker

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