Nationales Ereignis

Malmö | Stenhammar: Tirfing

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Mit Gender-Crossing und Wikingermythos eine schwedische Nationaloper im Stil Wagners schaffen. Kein geringeres Ziel hatte sich der Schwede Wilhelm Stenhammar gesetzt, als er 1898 mit «Tirfing» sein zweites Werk für die Bühne komponierte. Doch der 27-Jährige hatte sich verschätzt: Die Oper fiel durch. Gerade 17-mal wurde «Tirfing» bis 1901 gegeben, um danach in der Versenkung zu verschwinden.

Ganze 110 Jahre hat es gedauert, bis die Opera Malmö Stenhammars Komposition nun aus ihrem Dornröschenschlaf wachgeküsst hat.

Im Gegensatz zur ihrer missratenen Uraufführung geriet die Neuaufführung zur nationalen Aufgabe. Text und Partitur wurden in kritischer Edition neu herausgegeben, die schwedischen Medien berichteten intensiv über die Vorbereitungen. Die Premiere wurde nicht nur live im Rundfunk übertragen, sondern zusätzlich vom nationalen Fernsehen zur späteren Ausstrahlung aufgezeichnet.

Dieses große Interesse und die damit verbundene Neugier sind auch inhaltlich motiviert, da die dargestellte Geschichte nicht nur für ihre Entstehungszeit originell ist, sondern auch aktuelle Fragen zur Geschlechteridentität zumindest berührt. Im Zentrum steht die Wikingertochter Hervor, die das ...

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Opernwelt Dezember 2011
Rubrik: Panorama, Seite 47
von Andreas Bücker

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