Musikalisch wertvoll
Es könnte alles anders kommen. Wenn sich im Prolog von Brittens «Peter Grimes» die Stimmen des Titelhelden und der Lehrerin Ellen vereinen, öffnet die Schönheit der Unisono-Melodie eine Ahnung von Frieden und Gemeinschaft, vielleicht sogar von Liebe. Engelsgleich rein klingt Ivana Ruskos Sopran, die Tenorstimme Marco Jentzschs schmiegt sich mit sicherer Höhe an. Das ist die Fallhöhe, von der die Katastrophe ihren Lauf nimmt.
Die Opern des britischen Komponisten werden seit einigen Jahren häufig gespielt.
Die packenden, oft psychologisch tiefgreifenden Libretti und die schlanke, erzählende, doch keineswegs nur dem Plot dienende Musik erfüllen die Anforderungen an ein zeitgemäßes Musiktheater. «Peter Grimes» ist die Geschichte einer hasserfüllten Dorfgemeinschaft, die einen autistischen Außenseiter mobbt. Und den Fischer Grimes beschuldigt, seine Lehrjungen zu misshandeln, sie vielleicht sogar umzubringen. Britten und sein Librettist Montagu Slater stellen sich den Verwicklungen der realen Welt, ohne schwarzweiß zu malen.
Musikalisch gelingt in Köln eine mustergültige Aufführung. Der 35-jährige Dirigent Nicholas Collon erschafft mit dem Gürzenich-Orchester eine bezwingende ...
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Opernwelt Januar 2019
Rubrik: Panorama, Seite 44
von Stefan Keim
Er war groß, athletisch und charmant, trug Spitzbart und ständig eine Pfeife im Mund – außer natürlich bei seinen Konzertauftritten. Und er führte stets Fotos seiner Kinder mit sich, zum Beweis, dass eine hohe Stimme im männlichen Körper nichts mit reduzierter Virilität zu tun haben musste: Alfred Deller. Insbesondere dem Contra-Tenor aus dem englischen Margate...
alpha
13.01. – 20.15 Uhr
Nézet-Séguin dirigiert
Mahler: Symphonie Nr. 1
20.01. – 20.15 Uhr
Gergiev dirigiert Mussorgsky:
Bilder einer Ausstellung
27.01. – 20.15 Uhr
Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5
Symphonieorchester des BR, ML: Jansons, Klavier: Barenboim
arte
30.12. – 17.30 Uhr
Orff: Carmina Burana
Die geheimnisvolle Atmosphäre der Verbotenen Stadt in Peking bietet...
Der Schlausten einer ist er nicht – wohl aber einer der naivsten. Von einer Katastrophe in die nächste taumelt der arme Candide. Anscheinend immer zur falschen Zeit am falschen Ort, gerät er als Soldat in den Krieg, in die Fänge der Inquisition, wird zum Mehrfachmörder und überlebt – auf wundersame Weise, wie alles andere – selbst das schwerste Erdbeben. Und als er...
