Mit einem Tropfen Rosenöl

Renée Flemings zweites Strauss-Album bei Decca

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Renée Fleming hat sich in den letzten Jahren auf der Bühne wie im Konzertsaal als eine führende Interpretin der Musik von Richard Strauss profiliert. Als Marschallin, Arabella, «Capriccio»-Gräfin und zuletzt Daphne hat sie für die jüngere Zeit Maßstäbe gesetzt, die «Vier letzten Lieder», die sie bereits 1995 aufgenommen hat, sind von je ein fester Pfeiler in ihrem Konzert-Repertoire.

Im vergangenen April tat sie sich in der Strauss-Stadt München mit Christian Thielemann und den Münchner Philharmonikern zu einem ausschließlich diesem Komponisten gewidmeten Konzert zusammen, das Orchesterlieder mit Opernszenen verbindet. Die Zusammenstellung ist einleuchtend, denn die Übergänge zwischen den Genres sind bei Strauss fließend.
Das von Decca mitgeschnittene Recital bietet keine Überraschungen, es bestätigt die bisherigen Eindrücke: Renée Fleming besitzt eine Strauss-Stimme par excellence – füllig, cremig, aufblühend –, und ihr Textverständnis beschränkt sich nicht auf den Buchstaben des Gesungenen, sondern lässt Einsicht in literarische Feinheiten erkennen. Ihre Aneignung der «Vier letzten Lieder» bewegt sich durchaus auf der Höhe des Komponierten. Da teilt sich mit, besonders im letzten ...

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Opernwelt Januar 2009
Rubrik: Medien/CDs, DVDs, Bücher, Seite 21
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
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